Zugespitzt, subjektiv und zunehmend kontrovers – so berichtete das Journalist:innen-Team Marie-Claude Deffarge (1924–1984) und Gordian Troeller (1917–2003) aus vielen Ländern der Welt.
Ihre Auslandskompetenz, anfangs auf Westasien konzentriert, war ab den 1950ern gefragt und führte über die Illustrierte Revue zum Stern-Magazin, für das sie aus allen Teilen der Welt über Unruhen und Kriege, aber auch über die Menschen berichteten.
Parallel zu Deffarges Fotografien begann Troeller auch zu filmen, was ab den 1970er Jahren in den Dokumentarfilmserien
Im Namen des Fortschritts, Frauen der Welt und Kinder der Welt mündete.
Sie zeigten in ihren Reportagen nicht nur soziale Ungerechtigkeiten, sondern auch gesellschaftspolitische Strukturen und deren Ursachen.
Insbesondere den fatalen Folgen der europäischen Kolonialherrschaft oder der verfehlten Entwicklungspolitik widmeten sie ihre Aufmerksamkeit.
Diese erste umfassende Retrospektive im musealen Rahmen vereint nicht nur fotografische und filmische Reportagen, sondern richtet den Blick auch auf kapitalismuskritische und feministische Denkmuster, Arbeitsweisen und Arbeitsteilung sowie auf wichtige Mitwirkende.
Es erscheint eine Publikation im Scheidegger & Spiess.
Die Ausstellung ist eine Kooperation des Museum Folkwang und des CNA, Luxemburg. Sie wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und das Gouvernement Du Grand-Duché de Luxembourg, Ministère de la Culture.
DEFFARGE & TROELLER
Keine Bilder zum Träumen
Stern-Reportagen und Filme
15. November 2024 bis 23. Februar 2025


Marie-Claude Deffarge & Gordian Troeller Ohne Titel, 1961 Layout-Entwurf für den Stern, Brasilien
© Ingrid Becker-Ross Troeller



