Gesellschaft Freunde der Künste

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Nach einer Live-Abstimmung

Kathrin Thenhausen erhält den OffSpring Award der lit.COLOGNE 2024

Nach einer Live-Abstimmung wurde gestern Kathrin Thenhausen für ihren Text „das man im stillen sucht" mit dem OffSpring Award der lit.COLOGNE ausgezeichnet.

Bereits zum vierten Mal wurde der von der Flossbach von Storch AG initiierte Preis für literarische Nachwuchstalente vergeben.

Die Auszeichnung verkündete Nadja Peters, Leiterin Human Resources bei Flossbach von Storch. Aus gesundheitlichen Gründen konnte die Gewinnerin den Preis leider nicht selbst entgegennehmen, sendete aber Grüße via Videobotschaft.

Wie in den letzten Jahren wurden die Nominierten im Rahmen eines Schreibwettbewerbs ausgewählt: Insgesamt 99 Einreichungen wurden zum diesjährigen Thema „Brüche" eingesandt.

Eine Fachjury wählte neben Kathrin Thenhausen noch zwei weitere Finalist:innen aus: 

Sofia Iordanskaya (Text: „Schlafes Bruder") und Johannes Rosenberg (Text: „Arlington").

In diesem Jahr erhielten erstmals alle drei Nominierten die Möglichkeit, an einem professionellen Schreib-Workshop mit der Autorin Helene Bukowski in Berlin teilzunehmen.

Bei der Veranstaltung im Rahmen der lit.COLOGNE berichteten die Teilnehmer:innen in einem Werkstattgespräch vom Schreibprozess und dem Workshop, die erkrankte Finalistin Kathrin Thenhausen war mit einem Videogruß vertreten.

Gelesen wurden die drei nominierten Texte von der Schauspielerin Anneke Kim Sarnau, der Autor Dorian Steinhoff begleitete den gut besuchten Abend in den BALLONI-Hallen als Moderator.

In ihrer Begründung zur Nominierung schrieb die Jury über „das man im stillen sucht":

In ihrem Text „das man im Stillen sucht" greift Kathrin Thenhausen das Thema Brüche auf höchst originelle Weise auf: Ihre Erzählerin leidet – vordergründig – an einer gebrochenen Zunge.

Auf der Suche nach den Ursachen spürt Thenhausen der familiären Prägung und dem Habitus ihrer Protagonistin nach und findet in ihrem Schweigen ein eindringliches Motiv.

Schon mit wenigen Worten zeichnet sie Charaktere und zwischenmenschliche Beziehungen und entwickelt dabei einen sehr eigenen lakonisch-melancholischen Sound.

Wir gratulieren!