Gesellschaft Freunde der Künste

Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

Premieren und Pläne Februar 2011

KASIMIR UND KAROLINE, PARZIVAL, EFFI BRIEST und noch mehr im Februar Schauspielhaus Bochum

PREMIERE
KASIMIR UND KAROLINE

Gestern wurde Kasimir entlassen, doch heute geht er aufs Oktoberfest – mit Karoline, seiner Braut. Die will sich amüsieren, Eis essen, mit der Achterbahn fahren. Aber das ist ein teurer Spaß. Kasimir hat Angst, dass Karoline ihn verlassen wird. Jetzt, wo er arbeitslos ist. Und das lässt er sie spüren. Nach heftigem Streit stürzt sich Karoline ins Vergnügen: Sie lernt den Angestellten Eugen Schürzinger kennen und über ihn seinen Chef, Kommerzienrat Rauch. Durch die neue Bekanntschaft erhofft sie sich ein besseres Leben, gesellschaftlichen Aufstieg, und fällt dabei heftig auf die Nase.
Lisa Nielebock inszeniert Horváths Volksstück über eine Liebe in Zeiten der Krise, verpasste Momente und groben Verrat – „eine Ballade voll stiller Trauer, gemildert durch Humor, das heißt durch die alltägliche Erkenntnis: Sterben müssen wir alle!“ (Horváth)

Regie: Lisa Nielebock / Bühne & Kostüme: Sascha Gross / Musik: Lars Kuklinski / Dramaturgie: Anna Haas

Mit: Therese Dörr, Barbara Hirt, Florian Lange, Marco Massafra, Veronika Nickl, Matthias Redlhammer, Agnes Riegl, Michael Schütz, Heiner Stadelmann / Musiker: Lars Kuklinski

Premiere am 19. Februar 2011 im Schauspielhaus
Die nächste Vorstellung: 23.2.

PREMIERE
PARZIVAL
von Lukas Bärfuss
nach dem Versroman von Wolfram von Eschenbach
für Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene

Parzival weiß nichts von der Welt, denn seine Mutter hat das Kind tief im Wald versteckt. Selbst die Vögel hat sie totschlagen lassen, dass sich die Sehnsucht nicht in seiner Brust rege. Doch dann stehen eines Tages zwei imposante Ritter vor dem Jungen. Und so ist Parzival nicht mehr zu halten und zieht in die Welt. Aber der junge Mann kennt die Regeln dieser großen Fremde nicht, weiß nichts von Ehre, Treue, Liebe oder Mitleid. So tötet und raubt er, missbraucht und schändet, ohne dass ihm bewusst wäre, was er tut. Als er in die Gralsburg kommt, sieht er den schmerzgeplagten König Anfortas und stellt doch nicht die Frage, die diesen von seinem Leid erlösen würde.
Martina van Boxen setzt diese alte Geschichte vom Erwachsenwerden in der Bühnenbearbeitung von Lukas Bärfuss mit Schauspielstudierenden der Folkwang Universität der Künste in Szene.

Regie: Martina van Boxen / Bühne: Michael Habelitz / Kostüme: Cathleen Kaschperk / Musik: Roderik Vanderstraeten / Dramaturgie: Olaf Kröck

Mit: Veronika Bachfischer, Sven Gey, Maelle Giovanetti, Michael Lämmermann, David Schirmer, Adrian Thomser, Roderik Vanderstraeten, Tina Wilhelm, Elisabeth Wolle

Premiere am 18. Februar 2011 in den Kammerspielen
Die nächste Vorstellung: 24.2., 28.2.

In Zusammenarbeit mit der Folkwang Universität der Künste

BOCHUMER PREMIERE
EFFI BRIEST
von Theodor Fontane

Die junge Effi würde gern an die Liebe glauben, weiß aber nicht, was das eigentlich ist: Liebe. Fontane zeigt eine junge Frau, die zwischen den Verlockungen und Annehmlichkeiten des Reichtums und der Suche nach dem großen Gefühl pendelt und zu spät merkt, dass der selbst gewählte goldene Käfig ihr nicht die Erfüllung bringt. Cilli Drexel inszenierte Fontanes großen Gesellschaftsroman des 19. Jahrhunderts in einer neuen Bearbeitung, die nun in den Kammerspielen ihre Bochumer Premiere feiert.

Regie: Cilli Drexel / Bühne: Christina Mrosek / Kostüme: Julia Borchert / Dramaturgie: Olaf Kröck
Mit: Therese Dörr, Christoph Finger, Raiko Küster, Veronika Nickl, Nadja Robiné, Krunoslav Šebrek, Werner Strenger, Klaus Weiss

Premiere am 26. Februar 2011 in den Kammerspielen

Eine Übernahme vom Schauspiel Essen

JUNGES SCHAUSPIELHAUS

JUGENDCLUB 1: KONSUM
Wir machen immer weiter – was machst du?
Wir haben 300 Freunde bei Facebook, 10.000 Fotos auf unserer Festplatte und Musik für 300 Stunden nonstop auf dem MP3- Player, aber keine Zeit mehr, uns in Ruhe damit zu beschäftigen. Konsumieren Sie bewusst, hören und sehen Sie uns zu, anstatt Musik auf dem Weg zur Arbeit zu lauschen oder sich vom Fern¬seher mit Sleep-Funktion einschläfern zu lassen! Es spielen 22 Jugendliche im Alter von 16 bis 23 Jahren.
23. und 24. Februar 2011, Melanchthonsaal
In Kooperation mit dem Jugendfreizeithaus Steinkuhl

CLUB IN DER PSYCHIATRIE: VERRÜCKTE
frei nach Motiven von „Veronika beschließt zu sterben“
von Paulo Coelho
Wie viel Verrücktheit braucht der Mensch, damit er sein Leben leben kann? Zeugt es von Wahnsinn, den eigenen Lebenstraum auch gegen jede Vernunft verwirklichen zu wollen? Und: „Wer ist hier normal und wer ist hier verrückt und ist es normal, nur weil alle es tun?“ (Die Fantastischen Vier). Es spielen Patienten und Mitarbeiter des LWL-Universitätsklinikums Bochum.
3. und 4. Februar 2011, Melanchthonsaal
In Zusammenarbeit mit dem LWL-Universitätsklinikum Bochum für Psychiatrie, Psychotherapie und Präventivmedizin

KINDERTHEATER DES MONATS:
DAS HÄSSLICHE ENTLEIN
frei nach dem Märchen von Hans Christian Andersen
für Kinder von 3 bis 6 Jahren
Die anrührende Geschichte der kleinen Ente, die in Wahrheit ein Schwan ist, erzählt von den Schwierigkeiten bei der Suche nach dem eigenen Weg und von der Sehnsucht, in die Welt zu passen. Ein Theaterspiel mit so gut wie keinem Wort und viel Musik.
13. Februar 2011, Melanchthonsaal
Eine Produktion des Theater La Senty Menti, Frankfurt

ZU GAST IM THEATER UNTEN
GANZE TAGE, GANZE NACHTE
Zwei Stücke von Xavier Durringer
Leicht ist sie nie, die Liebe, aber wenn man jung ist, ist sie grau¬sam. Keine Chance: zu dick, zu dünn, zu dumm, zu schüchtern, zu nah, zu fern. Man sagt zuviel oder zuwenig, aber immer das Falsche. Nur das Herz, das schlägt, immer lauter. Vier Männer und vier Frauen gehen in den kurzen Szenen von Xavier Durrin¬ger durch alle Höhen und Tiefen der Liebe. Anselm Weber richtete diesen Abend mit den Studenten des 3. Jahrgangs der Schauspiel¬schule Bochum/Folkwang Universität der Künste ein.
10. und 17. Februar 2011, Theater Unten
Eine Produktion der Folkwang Universität der Künste

DAS IST LISA LIELEBOCKKASIMIR UND KAROLINE, mit Therese Dörr (Foto) und Florian Lange in den Titelrollen, inszeniert Lisa Nielebock für die große Bühne des Schauspielhauses. Auch wenn die Regisseurin in Bochum keine Unbekannte mehr ist, stellt sie sich drei Tage vor der Premiere in der Reihe „Das ist…“ im Gespräch mit Chefdramaturg Thomas Laue dem Publikum vor.16. Februar 2011, Tanas

Kontakt

Christine Hoenmanns

Tel.  +49 (0)234 / 33 33 55 23

Fax  +49 (0)234 / 33 33 54 37

Mobil  +49 (0)179 / 130 93 80

Mail  choenmanns@bochum.de

www.schauspielhausbochum.de