Die Ausstellung "Sounds. Radio – Kunst – Neue Musik" macht Radio als künstlerisches Medium begehbar und räumlich erlebbar. Ausgehend von der medieneigenen Vielstimmigkeit der Radiokunst und der Faszination der Körperlosigkeit, die die frühen Radiojahre prägte, eröffnet die Ausstellung überraschende Perspektiven auf die Radiokunst und ihr Potenzial, komplexe Erfahrungsräume zu schaffen.
Fünf Radioarbeiten, die im Rahmen des deutsch-tschechischen Radiokunstprojekts rádio d-cz entstanden, bilden den Ausgangspunkt der Ausstellung. Autor/innen, Künstler/innen, Hörspieldramaturg/innen, Geräuschesammler/innen und Musiker/innen begaben sich für rádio d-cz auf Entdeckungsreise in deutsch-tschechische Lebenswelten.
Aus tatsächlicher und fiktiv gestalteter Zeitgeschichte erzählen die Radio-Features, Hörspiele und Soundcollagen von Abenteurern und Selfmade-Männern, über trennende Zäune und verbindende Geräusche.
Diese fünf Stücke begegnen in der Ausstellung jeweils historischen und zeitgenössischen Referenzstücken, die ihren jeweiligen stilistischen Echoraum erfahrbar machen.
Darüber hinaus öffnet Ursula Block für die Dauer der Ausstellung ihr Archiv zur Geschichte der Neuen Musik und akustischen Kunst und zieht mit ihrem Berliner Laden „gelbe Musik“ temporär in den Ausstellungsraum des ZKM | Museum für Neue Kunst.
Quelle:
http://www.kulturstiftung-des-...
Sounds. Radio. Kunst. Neue Musik - 11. November 2010 bis 27. März 2011 - Karlsruhe
Weitere 25 Referenzstücke aus achtzig Jahren Rundfunkgeschichte stehen für fünf elementare Kraftfelder des Radios, die Autor/innen und Künstler/innen seit den Anfängen des Mediums faszinierten:
die geschmeidige Mobilität, mit der das Radio geographische Distanzen aufhebt, sein vexierbildhaftes Spiel mit den Grenzen von öffentlichem und privatem Raum, seine Kunstfertigkeit, mit Originaltönen fiktive Räume zu schaffen, seine Fähigkeit, für die komplexen Geräuschtexturen des alltäglichen Klangumfelds zu sensibilisieren und sein ureigenes Paradox, in einem „körperlosen“ Medium die Physis der Stimme herauszustellen.
Diese fünf Kraftfelder werden in Ausschnitten aus Hörspielen, Features und Klangkompositionen zu erleben sein, die die Hauptstücke umkreisen.
Im Archivteil der Ausstellung sind ferner über 100 weitere Radiokunst-Produktionen der beteiligten Rundfunkanstalten und zusätzliches Material recherchierbar: z. B. Andreas Ammer, Ingeborg Bachmann, Samuel Beckett, John Cage, Elfriede Jelinek, Mauricio Kagel, Jonathan Meese, Michaela Melián, Rimini Protokoll, Dieter Roth, Eran Schaerf, Christoph Schlingensief.
Quelle:
http://www.kulturstiftung-des-...

