Ferdinand liebt Luise und Luise liebt Ferdinand. Ihre Liebe ist jung, stürmisch und leidenschaftlich – vor allem aber anarchisch. Denn eine zynische, streng hierarchische Gesellschaftsordnung lässt ihre Verbindung nicht zu. Die beiden sind erfüllt vom unerschütterlichen Glauben an ihre Liebe. Gleichzeitig sind ihre Gefühle aber gespeist von romantischer Literatur und Vorbildern. Eine Liebe aus Büchern. Ferdinand nennt die Liebe ein „Riesenwerk“. Kann ein solches Werk standhalten, wenn ständig gesätes Misstrauen und Zweifel die Herzen überschatten?
Schiller hat 1784 mit nur 23 Jahren die Geschichte einer absoluten Liebe zwischen dem einfachen Bürgermädchen Luise Miller und dem Sohn des Präsidenten, Ferdinand von Walter, geschrieben. In „Kabale und Liebe“ rechnet er mit seiner Vätergeneration und dem Absolutismus ab. Das Stück ist auch heute noch ein grausames Experiment über die Liebe: Können Standesgrenzen und unterschiedliche Interessen die „große Liebe“ verhindern? Ist grenzenlose Liebe überhaupt möglich? Und welche Gefahren birgt sie? „Ich fürchte nichts – nichts – wie die Grenzen deiner Liebe“, sagt Ferdinand seiner Luise.
Jan Philipp Gloger (*1981) studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und Regie in Zürich. Er arbeitete zuletzt am Theater Augsburg, am Bayerischen Staatsschauspiel München sowie am Deutschen Theater Berlin. In der Spielzeit 2010/11 wird er seine erste Oper inszenieren. Am Staatstheater Mainz stellte sich Jan Philipp Gloger in der vergangenen Spielzeit bereits mit Schnitzlers „Traumnovelle“ vor.
Besetzung
Inszenierung Jan Philipp Gloger
Bühne Franziska Bornkamm
Kostüme Heide Kastler
Kontakt
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