Warum ertragen unglückliche Menschen das Glück anderer nicht? Warum opfern sie es auf dem Altar ihrer Eitelkeit? Kann eine große Liebe große Unterschiede an Verstand, Reichtum, Ansehen und Profession ignorieren? Hat sie eine Zukunft? Die Schranken des Standes der Schillerzeit sind gewichen, dafür wurden heute die Mauern des Geldes, der Religion, des Bildungsstandes, der Hautfarbe und der Karriere errichtet.
Deshalb hat Schillers Stück nichts von seiner Dramatik, Brisanz und seinem Schmerz eingebüßt. Kann sich unendliche Liebe gegen eine feindliche Umwelt durchsetzen? Wer liebt ist verletzlich, angreifbar, unsicher, nackt. Der Teufel der Eifersucht nutzt diese Unsicherheit. Immer tiefer zieht er den Liebenden in einen Abgrund aus ach so logischen Schlussfolgerungen. Alles passt plötzlich ins Bild. Ein Strudel aus Ohnmacht, ein Fall ins Bodenlose.
Ferdinand liebt Luise. Luise träumt einen fernen Traum – Ferdinand. Sein Vater hat Höheres mit ihm vor, da taugt so ein
Mädchen höchstens als Abenteuer. Ihr Vater traut dieser Liebe nicht, glaubt nicht an ihre Ehrlichkeit und Möglichkeit. Er will seine Tochter nicht einem Trugbild opfern, an das einst auch Lady Milford glaubte, bevor sie fiel und zur stadtbekannten Mätresse wurde, die im Geheimen die Mächtigen nach Ihrem Willen lenkt. Jetzt soll sie Ferdinands Frau werden, ein feines Gespinst der Kabale, inszeniert von einem unglücklich liebenden Wurm, einem gefühllosen Vater und einem gehirnlosen Kalb.
Ein Stück über die Liebe. Die verlorene Liebe, die nie gefühlte Liebe, die unterwürfige Liebe, die väterliche Liebe und die bedingungslose Liebe, die keine Grenzen und Schranken kennt, deren Leidenschaft so verletzlich ist, dass sie in Hass umschlägt, dass sie bereit ist, das Liebste zu opfern, um nicht den Schmerz des Verlustes zu fühlen. Eine Liebe die tragisch enden muss.
Aufführung am 29.01., 19:30 Uhr, Theaterzelt
Besetzung
Regie: Carsten Knödler
Bühne/Kostüme: Ricarda Knödler a.G.
Dramaturgie: Antonia Brell
Dauer: 2h 20min
Präsident von Walter
Christian Ruth
Ferdinand
Stefan Migge
Hofmarschall von Kalb
Fridolin Meinl
Lady Milford
Renate Schneider
Wurm
Philipp von Schön-Angerer
Miller
Wolfgang Adam
Dessen Frau
Sabine Krug
Luise
Kaja Blachnik
Sophie
Natalie Renaud-Claus
Ein Kammerdiener des Fürsten
Detlef Lux
Kontakt
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Links
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http://de.wikipedia.org/wiki/Kabale_und_Liebe
http://www.kabale-und-liebe.de/

