Während es sich bei der 2. Sonate von Ariosti um ein zauberhaftes Barockwerk handelt, das uns - Kraft des magischen Klanges der Viola d’amore - in vergangene Welten zurück zu versetzen scheint, ist die Reverie von Jan Král eine ‚fantastische’, virtuose und romantische Komposition, die klingt, als würde sie von der Interpretin in einem Traum improvisiert werden.
In der 2. Sonate von Mieczysław Weinberg (1919-1996) werden moderne Spieltechniken verwendet, die das ganze Klangspektrum der Viola in Erscheinung treten lassen. Es ist eine der vier Solosonaten für Viola des jüdisch-polnischen Komponisten, der bei Ausbruch des Krieges in die Sowjetunion geflüchtet war, wo er bis zu seinem Tod in Moskau lebte.
Die Drei Sephardischen Lieder für Viola d’amore solo schrieb der amerikanische Komponist David Loeb auf Anregung von Julia Rebekka Adler, für welche die teils scheinbar authentisch ‚sephardischen’, teils modern verfremdeten Melodien denn auch bestens geeignet sind, ihre Virtuosität und den Klangreichtum ihres Instruments zu demonstrieren.
Attilio Ariosti (1715): 2. Sonate, für Viola d’amore solo
Jan Král (~1850): Reverie, für Viola d’amore solo
Mieczysław Weinberg (1978) : 2. Sonate für Viola solo
David Loeb (2009): Drei Sephardische Lieder für Viola d’amore solo
Mittwoch, 1. Dezember 2010, 20 Uhr
Peter Kiesewetter : Portraitkonzert
ein Abend der Münchner Gesellschaft für Neue Musik
Minas Borboudakis – Klavier / Anna Skouras – Violine / Kelvin Hawthorne – Viola / Georg Glasl – Zither / Adelheid Maria Thanner – Sopran / Michael Weiss – Violoncello
Klavierquartett, op. 1 (1972)
Ansprache: Nikolaus Brass
Shoshanìm für Viola und Diskantzither, op. 61/1 (1993) aus Magnum Opus Hebraicum
2 Sonette aus Vier Sonette für hohe Stimme und Klavier, op. 19 (1983)
Solostücke für Zither aus GIL 1 und 2, op. 67 (1994-96)
Excentriques, Bagatellen für Violine und Klavier, op. 77/3 (UA 2003)
"Die Eindrücklichkeit von Kiesewetters Musik verdankt sich einer Expressivität, deren individueller Charakter durch Reduktion der Mittel und Gesten bestimmt ist. Der Hörer erlebt hautnah das Gefährdetsein aller Gestaltung und aller Gestalt.
Sinn stellt sich eher im Schicksal dar, das die musikalischen Gebilde erleiden, als in der Konstruktion oder der Struktur der Elemente. Peter Kiesewetters Werke sind Erzählungen in Musik." (Nikolaus Brass in: Komponisten in Bayern, Hrsg. Franzpeter Messner, Band 51: Peter Kiesewetter)
UND SO GEHT ES WEITER:
2. Dezember 2010, Donnerstag, 20 Uhr
Gunter Pretzel plays peltzer-pv : grenzfluss
viola, amplifier / mit Instrument und Verstärker in eine suggestive, hochenergetische und an Grenzen stoßende Klangwelt
3. Dezember 2010, Freitag, 20 Uhr
Stefanie Schumacher : Solo Akkordeon / Stefan Schulzki : Klavierquintett
druckfrische Auftragswerke von Minas Borboudakis, Bernd Redmann, Arash Safaian, Stefan Schulzki, Laurence Traiger / entstanden im Rahmen der Stipendien für Musik 2009 der Stadt München
4. Dezember 2010, Samstag, 20 Uhr
Kai Wangler : Musik für Akkordeon
Werke von Nikolaus A. Huber, Vadim Karassikov, Samy Moussa, Matthias Pintscher, Salvatore Sciarrino, Hampo Saapamäki
5. Dezember 2010, Sonntag, 20 Uhr
Improvisierte Musik München
mit dem ICI Ensemble, Leitung des Abend Gunnar Geisse
11. und 12. Dezember, Samstag 18 Uhr, Sonntag 15 Uhr
Micro Oper München : Irgendwie Anders
Musiktheater für Kinder ab 6 / gespielt und gesungen von Schulkindern / mit Cornelia Melián, Julia Schölzel und Gaston
ORT:
Dachauer Str. 114, 80636 München
Tram 12, 20, 21 / Bus 53 / Haltestelle Leonrodplatz
Karten zu Euro 12,- und 8,- (erm.) unter 089 - 3249 4270 und an der Abendkasse
Christiane Pfau
Pfau PR
Breisacher Str. 4
81667 München
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