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B R Ü H L E R S C H L O S S K O N Z E R T E

Joseph Haydn mit Pauken und Stradivaris! - 2010 geht das Haydn-Festival in Brühl in das dritte Jahr und macht die Vielseitigkeit dieses Komponisten und seiner Musik hörbar

Auch über das Haydn-Jahr 2009 hinaus hat Haydns Musik nicht an Vielfalt und musikalischem Reichtum verloren. Und so steht in diesem Jahr zum dritten Mal seine Musik im Mittelpunkt des Haydn-Festivals im Rahmen der Brühler Schlosskonzerte.

Vom 20. bis 29. August ist seine Musik in 19 Konzerten in allen möglichen Facetten und Gattungen zu hören, von ganz klein – dem Soloabend mit Hammerklavier – bis ganz groß – dem stimmgewaltig besetzten „Stabat Mater“.

Das Haydn-Jahr 2009 ist vorbei, dennoch wird bei den Brühler Schlosskonzerten weiterhin Joseph Haydns Musik gewürdigt! Wie schon in den letzten beiden Jahren, wird die Schlosskonzerte-Saison Ende August, dieses Jahr vom 20. bis 29. August, mit dem Haydn-Festival beendet – eine inzwischen liebgewonnene Tradition.

Die Ehre, das Festival am 20. August zu eröffnen, hat der junge Tenor Daniel Behle, gemeinsam mit der Capella Augustina, dem Orchester der Brühler Schlosskonzerte, unter der Leitung von Andreas Spering. Mozart-Arien und je eine Sinfonie von Cherubini und Haydn – die „mit dem Paukenwirbel“ – stehen auf dem Programm.

Wer Mozarts Arien für Sopran bevorzugt, kann eine Auswahl am 25. August im Konzert „Die Königin“ mit der Capella Augustina und der italienischen Sopranistin Raffaella Milanesi genießen.

Umrahmt werden die Mozart-Arien hier von Haydns Sinfonien Nr. 53, „L’Impériale“, und Nr. 87, der letzten der „Pariser Sinfonien“. Einen besonderen Höhepunkt für Liebhaber der geistlichen Musik Joseph Haydns bieten die beiden Konzerte der Capella Augustina am Abschluss-Wochenende des Haydn-Festivals (28. und 29. August).

Bei den beiden Konzerten in der Kirche St. Margareta steht das „Stabat Mater“, eines seiner geistlichen Hauptwerke, auf dem Programm. Die Capella Augustina ist gemeinsam mit einem hochrangigen Solistenquartett und dem VokalEnsemble Köln zu hören.

Neben diesen drei Konzertprojekten mit dem eigenen Festivalorchester stehen Gastspiele international renommierter Ensembles auf dem Programm des Haydn-Festivals.

Großen Wert hat Andreas Spering bei der Zusammenstellung darauf gelegt, so viele Facetten und Gattungen von Joseph Haydns Werk wie möglich zu präsentieren.

Die kleinstmögliche Besetzung ist am 26. August zu erleben, wenn die belgische Pianistin Claire Chevallier mit einem Solo für das Hammerklavier im Prunktreppenhaus von Schloss Augustusburg zu Gast ist. Sie spielt Werke von Haydn, Beethoven und Schubert.

Um ein „gemischtes Doppel“ handelt es sich beim Liederabend der Sopranistin Sibylla Rubens und ihrem Klavierbegleiter Götz Payer am 28. und 29. August. Gemeinsam laden sie zu einem Streifzug durch drei Jahrhunderte Liedkunst und stellen das Thema „Abendlieder“ in den Mittelpunkt ihres Programms.

Weltberühmte Gäste lenken das Interesse auf Joseph Haydns Kammermusik: Das französische Trio Wanderer stellt am 23. August in seinem Konzert Joseph Haydn als eigentlichen Schöpfer des Klaviertrios vor und kombiniert zwei seiner Trios mit Werken Mozarts und Beethovens.

Eine ganz besonders außergewöhnliche Triobesetzung ist am 28. und 29. August in der Schlosskirche zu hören: Philippe Pierlot, François Fernandez und Rainer Zipperling spielen Trios für Baryton, einem Instrument mit Seltenheitswert, für das Haydn vielseitige Musik komponiert hat. Bekannter ist Haydn als Erfinder des Streichquartetts.

Das Tokyo String Quartet stellt am 27. August eines seiner Streichquartette je einem von Schubert und Schumann gegenüber. Ein besonderes Highlight ist dieses Konzert nicht zuletzt für Liebhaber besonderer Instrumente:

Die Mitglieder des Tokyo String Quartet spielen auf dem so genannten „Paganini Quartett“, einer Gruppe von vier Stradivaris, die dem berühmten „Teufelsgeiger“ Niccolo Paganini gehörte.

Auch Freunde größerer Besetzungen kommen beim diesjährigen Haydn-Festival auf ihre Kosten. Der galanten Unterhaltungsmusik in Form von Serenaden und Divertimenti widmet sich am 22. August das österreichische Ensemble moderntimes_1800 unter der Leitung von Julia Moretti und Ilia Korol.

Am 21. August gastiert das Helsinki Baroque Orchestra unter der Leitung von Aapo Häkkinen gemeinsam mit dem Cellisten Alexander Rudin erstmals im Treppenhaus.

Mit ihrem Programm, das Werke Haydns, C.P.E. Bachs und Dusseks vereint, spüren sie die musikalischen Wurzeln Joseph Haydns auf. Mit dem Freiburger Barockorchester ist am 24. August eines der besten Originalklang-Orchester Deutschlands zu Gast.

Unter der Leitung von Petra Müllejans, die außerdem als Solistin in Erscheinung tritt, beleuchtet das Orchester die musikalische Beziehung zwischen Haydn und Mozart.

Zu einem spannenden Streifzug durch die Gattungs- und Musikgeschichte lädt am 28. und 29. August Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen ein. Zusammen mit der Bratschistin Tabea Zimmermann präsentiert das Orchester zahlreiche verschiedene Möglichkeiten des Konzertierens: vom barocken Concerto grosso über die konzertierende Sinfonie und das Gruppenkonzert bis hin zur Sinfonie.

Auch die Kinderkonzerte im Rahmen der Brühler Schlosskonzerte erfreuen sich mittlerweile einer schönen Tradition. Ein besonderes Highlight ist in diesem Jahr die „Musikalische Schnitzeljagd“ mit Mitgliedern der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen am 29. August um 11 Uhr im Max Ernst Museum.

Kinder zwischen fünf und acht Jahren und ihre Familien sind eingeladen, die im ganzen Museum versteckten Musiker aufzuspüren und kleine musikalische Quizfragen zu lösen, bevor sich die Musiker zu einem kleinen Abschlusskonzert versammeln.

Seinen Abschluss findet das Haydn-Festival traditionell am letzten August-Wochenende mit vier hochkarätigen Konzerten in und um Schloss Augustusburg:

Haydns „Stabat Mater“ wird in der Kirche St. Margareta aufgeführt, Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen spielt im Treppenhaus von Schloss Augustusburg, die „Abendlieder“ erklingen in der Galerie am Schloss und Haydns Baryton-Trios sind in der Schlosskirche zu hören.

Das Feuerwerk im Schlosspark, das im Anschluss an diese vier Konzerte die Saison traditionell feierlich beschließt, findet in diesem Jahr unter geänderten Vorzeichen statt:

Aufgrund des Umbaus der Schlossterrasse muss aus Platzgründen auf eine Bühne und auf Live-Musik verzichtet werden. Das Feuerwerk wird von musikalischen Highlights von Joseph Haydn untermalt, die vom Band eingespielt werden.

Haydn-Festival | 20. bis 29. August 2010 

Joseph Haydn ist vollkommen zu Unrecht wenig präsent im öffentlichen Musikleben und im Konzertsaal: Sein Schaffen ist so großartig, so vielfältig und reichhaltig und er war Vorbild für ganze Generationen von Komponisten.“ (Andreas Spering) 

Zu allen Konzerten sind die Eintrittskarten im Internet auf www.schlosskonzerte.de und in den üblichen Vorverkaufsstellen erhältlich. Online gekaufte Tickets können bis zu 90 Minuten vor Beginn des Konzertes bequem am eigenen Drucker ausgedruckt werden.

Weitere Informationen zu den einzelnen Konzerten gibt es im Internet unter www.schlosskonzerte.de.

B R Ü H L E R  S C H L O S S K O N Z E R T E  E. V.

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