Nachdem die lebensfrohe Marieke zunächst von ihrem Freund verlassen wird, wartet schon der nächste Schicksalsschlag auf sie: Ein Pizzalieferant verübt einen brutalen Überfall auf sie, dem sie nur knapp entkommen kann. Um die Geschehnisse zu verarbeiten, zieht sie aufs Land.
Doch Schmerz, Trauer, Rachegelüste und das Gefühl der Demütigung holen sie immer wieder ein. Als sie eine Beziehung zu ihrem hilfsbereiten Nachbarn John eingeht und schwanger wird, scheint es endlich wieder bergauf zu gehen - bis sie von dem milden Gerichtsurteil über den Täter erfährt.
KRITIK:
Was passiert, wenn ein Mensch innerhalb weniger Sekunden zum Opfer wird und das eigene Leben sich schlagartig ändert? Wann ist ein Trauma endgültig bewältigt, ist das überhaupt möglich und was spielt sich unterbewusst in der Psyche ab, ohne dass wir Einfluss darauf haben?
Diese Fragen hat das einfühlsame und erschreckende Drama zum Gegenstand, wobei die niederländische Regisseurin Esther Rots konsequent aus der Perspektive des Opfers erzählt. Dabei übt sich nicht zuletzt Kritik an einem Rechtssystem dar, das unverhältnismäßig stark für die Rechte des Täters einsteht.
(Kan door huid heen)
Drama - Niederlande 2009
97 Min. - Verleih: Arsenal Institut
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