Hollywood hat die Oscar-Verleihung, Cannes die internationalen Filmfestspiele, Berlin die Berlinale und jetzt hat auch Meerbusch sein erstes Filmfestival. Rock am Turm veranstaltet am Samstag, 15. Mai ab 19.30 Uhr in Kooperation mit dem Hitch-Kino aus Neuss im Forum Wasserturm an der Rheinstraße 10 in Lank-Latum die erste Meerbuscher Rockfilmnacht mit Stars der Musik- und Filmszene.
Auf dem Programm stehen drei Kinostreifen und ein ganz besonderes Intro: „Harakiri Whoom“, „Verschwende deine Jugend“, „Dorfpunks“ und „Full Metal Village“. Als Gesprächspartner erzählen Charly T.(Ex-Schlagzeuger von Marius Müller-Westernhagen) aus Mönchengladbach, Thomen Stauch (Ex-Blind Guardian-Drummer) aus Krefeld und Robert Görl (Deutsch-Amerikanische Freundschaft) aus München, Berlin, Düsseldorf aus dem Nähkästchen.
Zugesagt hat auch Westernhagens Ex-Gitarrist Bodo Staiger (Rheingold) aus Düsseldorf. „Wir garantieren eine lange Nacht mit bester Unterhaltung“, verspricht Rock-am-Turm-Initiator und Ex-Toten-Hosen-Schlagzeuger „Wölli“ Rohde.
Wie es sich für eine echte Premiere gehört, rollen die Veranstalter für ihre Gäste den roten Teppich aus. Zwei Sicherheitsmänner bewachen den Eingang. Alle Besucher erhalten am Eingang eine Tüte Popcorn – frisch hergestellt von Ulli Wetters Popcorn Production und ein Freigetränk von Sponsor Coca Cola. „Im Verlauf des Abends wird es noch einige weitere witzige Gimmicks geben“, verspricht Wölli.
Gegen 19.30 Uhr wird zum ersten Mal die Film-Fanfare ertönen, und der Abend mit dem 38-minütigen Film „Harakiri Whoom“ eröffnet, in dem Marius-Müller Westernhagen in Büderich und der Landeshauptstadt die Hauptrolle spielt.
Er wird darin just in den Moment bei der Bundeswehr eingezogen, als mit seiner Band das erste große Festival ansteht – ein Konflikt, den der Sänger nur schwer zu lösen weiß. Im Anschluss werden Charly T. und Bodo Staiger aus der gemeinsamen Zeit mit Westernhagen erzählen und für Fragen zur Verfügung stehen.
Danach flimmert „Verschwende deine Jugend“ über die Kino-Mattscheibe. Es ist eine Hohelied auf die Zeit der Neuen Deutschen Welle, erzählt aus der Sicht des 19-jährigen Hauptdarstellers Harry Pritzel, der sich mit seiner Newcomerband „Apollo Schwabing“ zu Höherem berufen fühlt und sich im Glanz der populären Combo D.A.F. sonnen will.
„Das ist ein bisschen vergleichbar mit der Rock-am-Turm-Reihe, bei der auch Nachwuchsbands davon profitieren, dass sie zusammen Special Guest auf einer großen Bühne stehen“, erklärt Wölli. D.A.F-Schlagzeuger Robert Görl und Schauspieler erzählt von seiner internationalen Karriere und den Dreharbeiten mit Teenager-Schwarm Robert Stadlober.
Im Mittelpunkt des dritten Films „Dorfpunks“ steht eine erfolglose Punkband um Roddy Dangerblood, deren Freundschaft am Ende auf eine harte Probe gestellt wird. Die gleichnamige Romanvorlage zum Film schrieb Rocko Schamoni, der vor zwei Jahren als Rock-am-Turm-Gast den Wasserturm füllte.
Zum Abschluss der Filmnacht läuft die 2007 mit dem Max-Ophüls-Preis ausgezeichnete Dokumentation „Full Metal Village“. Die koreanische Regisseurin Cho Sung-Hyung zeigt auf, wie sich jedem Sommer aufs Neue ein 1800-Seelen-Kaff beim Wacken-Open-Air-Festival zum Metal-Mekka für mehr als 50.000 Metaller verwandelt. „das ist wie in Meerbusch, wo zu den Konzerten die Außerirdischen einfallen“, lacht Wölli in Anbetracht der Gästebucheinträge auf der Vereins-Homepage. Dazu trägt Thomen Stauch Anekdoten von mehreren Headliner-Auftritten in Wacken bei.
Tickets für die Rock- und Filmnacht gibt es im Vorverkauf in allen Meerbuscher Buchhandlungen, bei Heinersdorff in Düsseldorf, im Schwanenmarkt in Krefeld sowie im Internet unter Rock am Turm e.V.www.rockamturm.com (siehe unter dem Link Karten). Im Eintrittspreis von 15 Euro ist ein Gratisgetränk sowie eine Tüte Popcorn enthalten. Einlass im Forum Wasserturm, Rheinstraße 10, in Lank-Latum ist ab 19 Uhr, Beginn der Veranstaltung um 19.30 Uhr, Ende gegen 2 Uhr.
Bands wie die Die Toten Hosen, Donots, Such A Surge zu Gast, alle Konzerte ausverkauft, ein Open Air mit fast 4000 Besuchern veranstaltet, Workshops durchgeführt, Proberäume ausgebaut und noch ’ne Reihe anderer Aktivitäten - das ist die eindrucksvolle Bilanz von Rock am Turm.
Der Startschuss fiel 2001 im Sommer als Wolfgang „Wölli“ Rohde und der Journalist Norbert „Schlaumeier“ Stirken bei einer fröhlichen Grübelei im Meerbuscher Garten des langjährigen Schlagzeugers der Toten Hosen ihre Idee ausbrüteten. Nachdem mit Uli Wetter die ideale Ergänzung des Duos gefunden war, machten sich die Drei daran, ein Konzert für Nachwuchsbands zu organisieren.
Fünf Bands und ein Special Guest lockten bei der Premiere in nur zehn Tagen mehrere Hundert Fans in die Vorverkaufsstellen: ausverkauft. Inzwischen haben sich mehr als 2000 Bands aus dem In- und Ausland um einen Auftritt bei Rock am Turm beworben. Aus Belgien, Österreich, Polen, Ungarn. Niederlande, England, Schweiz und sogar aus der Ukraine kamen die Anfragen.
Große und kleine Agenturen haben Rock am Turm ins Visier genommen und bieten ihre Künstler an. Dabei hatte alles ganz bescheiden angefangen, war das Trio vom Erfolg nicht unbedingt überzeugt.
Doch mit Wöllis Popularität und seinem Gespür für unbekannte aber dennoch grandiose Bands, mit Schlaumeiers Organisationstalent und Promotiongeschick sowie Ulis Beziehungen und Einsatzfreude war eine gute Basis vorhanden. Die Vorschusslorbeeren des Publikums mussten dann die vielen, jungen Bands bestätigen. Und das taten sie eindrucksvoll.
Rock am Turm, das bedeutet gute Laune und Feierstimmung ohne Wenn und Aber. Für einige der Bands war Rock am Turm das Sprungbrett auf große Bühnen, zum Plattenvertrag, ins Fernsehn und Radio. Für andere die Gelegenheit, vor vollem Haus zu rocken.
Dabei waren die Konzerte immer ein bunter Mix aus allen Stilrichtungen: vom Deutsch-Rock über Deutsch-Pop, Punk, Ska, Crossover, Nu-Metal bis hin zu Gothic und Emo reichte die Palette.
Als Special Guest standen so illustre Veteranen wie Honest John Plain (The Boys), TV Smith (The Adverts), Matt Sargent (Sham 69), Vom Ritchie (Die Toten Hosen), Kuddel (Die Toten Hosen), Monique Maaßen (Die Roten Rosen), The Crybabys und Fabsi (ZK) mit seinen Mimmi’s im Forum Wasserturm auf der Bühne.
Am 1. Juli 2003 gründeten zehn Verrückte den gemeinnützigen Verein Rock am Turm. Mit diesem Schritt unterstrichen die Macher, dass es sich bei den vielfältigen Aktivitäten um Non-Profit-Veranstaltungen handelt, die ohne Unterstützung von Sponsoren wie Stadt Meerbusch, Landesmusikrat, Sparkassenstiftungen, Diebels und vielen anderen gar nicht möglich wären.
Rock am Turm e.V.
Wasserstraße 20
40668 Meerbusch-Lank
Bürozeiten: keine
Kontakt nur per Mail
oder per Post
und
Wolfgang "Wölli" Rohde
woelli@rockam-turm.de
info@rockamturm.com

