Gesellschaft Freunde der Künste

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19.04. & 08.05. & 13.05.

Jazz-Höhepunkte im Wiener Konzerthaus im April und Mai: Branford Marsalis und Joey Calderazzo als Duo, Gary Burton mit neuer Formation und Eric Harland Quintet

Die Jazz-Höhepunkte im Wiener Konzerthaus im April und Mai:


Branford Marsalis/Joey Calderazzo

Sie haben in einander ihr musikalisches Alter Ego gefunden: Joey Calderazzo und Branford Marsalis. Seit der Pianist vor 15 Jahren zum Quartett des Saxophonisten und dreifachen Grammy-Award-Gewinners stieß, befruchtet das Spiel der beiden einander. 2011 nahmen sie erstmals ein Duo-Programm in Angriff, das sie am 19. April im Wiener Konzerthaus präsentieren: Die CD „Songs of Mirth and Melancholy“ wurde als Jazz-Highlight des Jahres gepriesen, bei dem die Brüder im Geiste Neues ausprobierten und sich für ihre Eigenkompositionen von Klassikern des romantischen Lieds, von Brahms, Wagner und Schumann ebenso inspirieren ließen wie von Wayne Shorter und Keith Jarrett. Nun ist das Duo-Projekt auch in Wien zu hören.

Die Idee war kurioserweise bei einem Golfturnier entstanden. Die beiden Bandkollegen traten zusammen bei einem Turnier für Prominente an – und das brachte sie auf die Idee, es auch musikalisch einmal ohne Schlagzeuger und Bassisten zu probieren. Wobei Calderazzo betont, dass er keineswegs deren Parts übernehme, vielmehr geht es an diesem Abend um kantable Linien am Saxophon, das beispielsweise die Singstimme von Brahms „Die Trauernde“ übernimmt, und um fließende Harmonien am Klavier. Zwei Granden ihres Fachs können am 19. April dabei erlebt werden, wie sie einander musikalisch herausfordern und dann wieder versunken in ihr Zusammenspiel Jazz-Sternstunden entstehen lassen.

 

19. April 2013, 19.30 Uhr, Großer Saal: Branford Marsalis/Joey Calderazzo: Songs of Mirth and Melancholy

 

New Gary Burton Quartet

Nicht nur das Wiener Konzerthaus feiert heuer einen runden Geburtstag. In der 100. Saison ist Gary Burton zu Besuch, um mit einem Auftritt seinen 70er zu begehen. Dabei präsentiert der Vibraphonist, der seinem Instrument zu Weltgeltung verholfen hat und gemeinsam mit Chick Corea und Pat Metheny für viele Konzerte sorgte, die in die Jazz-Geschichte eingingen, am 8. Mai seine jüngste Bandgründung: Das New Gary Burton Quartet besteht aus dem Altmeister selbst, dem Rhythmus-Duo Antonio Sanchez am Schlagzeug und Scott Colley am Kontrabass sowie Julian Lage. Der erst 25-Jährige wurde als Wunderkind bezeichnet, bereits als Achtjähriger stand er mit Carlos Santana auf der Bühne. Nun liefert er sich in der 2010 gegründeten Formation von Gary Burton spannende musikalische Dialoge mit dem Bandleader. „Wann immer ich eine neue Gruppe gründe, überlege ich, wie es wohl laufen wird und ob wir es schaffen werden, die Musik auf ein höheres Level zu bringen. Von der neuen Band bin ich einfach überwältigt“, sagt Gary Burton. „Sie ist schon jetzt ein Höhepunkt meiner Karriere und hat ihre eigene Identität bekommen.“ Nicht oft sei es vorgekommen, dass eine Gruppe so perfekt harmonierte, zeigt er sich begeistert. Gary Burton spielte bereits 1968 im Wiener Konzerthaus, damals mit dem Gary Burton Quartet, und seither weitere acht Mal.

 

8. Mai 2013, 19.30 Uhr Mozart-Saal: New Gary Burton Quartet: Gary Burton 70th Birthday Tour with Julian Lage, Antonio Sanchez and Scott Colley

 


Eric Harland Quintet

Er legt den Rhythmus für die Zukunft des Jazz fest - jedenfalls, wenn es nach der „New York Times“ geht: Der Schlagzeuger Eric Harland. Der richtungsweisende Drummer, der mehrfach Grammy-nominiert war, tritt am 13. Mai mit seinem Quintet im Wiener Konzerthaus auf und stellt das Album „Voyager“ vor. Harland wurde schon während seiner High-School-Zeit von Wynton Marsalis entdeckt, er studierte zwar noch Theologie, sah aber bald seine eigentliche Karriere in der Musik,. Harland nahm mehr als 100 Alben auf und spielte mit vielen großen Namen des Jazz, die Liste liest sich wie das Who is Who der Szene: Charles Lloyd, Dave Holland, Betty Carter, Michael Brecker, Terence Blanchard und viele mehr. Harland ist auch Teil des SFJazz Collective. Im Album „Voyager“, das 2008 bei Live-Konzerten aufgenommen wurde, nutzte Harland die Kreativität seiner Musiker: „Ich wollte mit ihnen wegen ihrer Kreativität, ihrem Humor und ihrer perfekten Beherrschung des Instruments arbeiten“, sagt Harland. Das Eric Harland Quintet mit Walter Smith III am Tenorsaxophon, Nir Felder an der Gitarre, Taylor Eigsti am Klavier, Harish Raghavan am Bass und Harland selbst gastiert im Rahmen des 36. Internationalen Musikfests im Wiener Konzerthaus, das von 11. Mai bis 29. Juni stattfindet.

 

13. Mai 2013, 19.30 Uhr Großer Saal: Eric Harland Quintet: Voyager

 



 


Wiener Konzerthaus Presse

Mag. Theresa Steininger

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