Morgen ist beim Heidelberger Frühling die polnische Star-Pianistin Ewa Kupiec zu hören, die gemeinsam mit dem renommierten Pražák Quartet die beiden Chopin-Klavierkonzerte in der selten zu hörenden Fassung für Klavier und Streichquartett spielen wird. Karten sind noch an der Abendkasse erhältlich.
Gratulanten zu Frédéric Chopins 200. Geburtstag gibt es viele, aber keinen wie Ewa Kupiec. Die polnische Star-Pianistin widmet sich ihrem Landsmann nicht mit großem Pomp, sondern ganz privat und persönlich mit Quartettbegleitung.
Zusammen mit dem Pražák Quartet, das auf eine mehr als 30 Jahre andauernde internationale Karriere zurückblicken kann, spielt sie heute die Klavierkonzerte in e-Moll und f-Moll in der selten zu hörenden Fassung für Klavier und Streichquartett.
Die Klavierkonzerte gehören zu den wenigen Orchesterwerken, die Chopin überhaupt in seinem kurzen Leben komponierte. In der kammermusikalischen Fassung verdichten sie ihre Wirkung und repräsentieren einen brillanten Stil à la Johann Nepomuk Hummel und zeigen bisweilen eine Nähe zum frühen mozartschen Modell.
Schumann erkannte die Besonderheit der beiden Werke. Er soll sogar gesagt haben, dass ein Genie mit dem Format Mozarts heute eher Konzerte von Chopin als jene von Mozart komponieren würde. Auch die damaligen Kritiken waren Chopins Klavierkonzerten wohlgesonnen. Die Revue Musicale schrieb 1832 über sein Konzertdebüt in Paris: „In seinen Melodien ist Seele, in seinen Passagen Fantasie und in allem Originalität.“
Ewa Kupiec macht sich bereits seit vielen Jahren auf den bedeutenden Konzertpodien der Welt einen Namen als interpretatorisch-intelligente Pianistin. Der Komponist Witold Lutosławski bezeichnete sie einmal als „eine wahre Offenbarung“.
Wer diese Offenbarung in der Heidelberger Stadthalle erleben möchte erhält ab 18.45 Uhr noch Karten an der Abendkasse. Im Preis eingeschlossen ist eine Konzerteinführung mit Hans Hachmann, der ab 19.00 Uhr über Bearbeitungen chopinscher Werke spricht, von denen auch andere profitierten.
Programm:
Frédéric Chopin (1810-1849): Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 e-Moll op. 11, Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 f-Moll op. 21
In Bearbeitungen für Klavier und Streichquartett durch unbekannten Autor, autorisiert durch Frédéric Chopin.
Ewa Kupiec Klavier
Pražak Quartet
19.00 Uhr Konzerteinführung mit Hans Hachmann
Preise € 45,- | € 35,- | € 25,- | € 15,- | 10,-
Mittwoch, 07. April 2010
Kongresshaus Stadthalle Heidelberg, 20.00 Uhr
Karten und Informationen telefonisch unter 06221 - 14 22 422 und unter www.heidelberger-fruehling.de. Restkarten ab 18.45 Uhr an der Abendkasse.
Außerdem morgen beim Frühling: Organist Markus Uhl gibt in der Jesuitenkirche das erste von drei Konzerten der Reihe „Orgelmusik in Europa“. Die Konzerte sind nach Ländergruppen geordnet. Im ersten Konzert „Nord-Nordwest“ erklingt Musik aus Mittel- und Norddeutschland, Holland und England.
Die neue Orgel der Jesuitenkirche ist mit ihren vielfältigen klanglichen Möglichkeiten das ideale Instrument für diese Orgelreise durch Europa mit Werken von Dietrich Buxtehude, Jan Pieterszoon Sweenlinck, Felix Mendelssohn Bartholdy, Max Reger, György Ligeti, John Rutter und natürlich Johann Sebastian Bach.
Das Konzert beginnt um 18.15 Uhr und Karten zu 5 Euro sind ausschließlich an der Abendkasse erhältlich.
(Bildnachweis: Kasskara)
Karsten Füllhaase
Leitung Marketing & Kommunikation
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