Intendant Manfred Beilharz läutet am kommenden Freitag, den 22. Oktober 2010 im Studio eine neue Reihe ein: In "Die Welt in Wiesbaden" werden in unregelmäßiger Folge literarische Texte der Weltliteratur vorgestellt, in denen Wiesbaden eine Rolle spielt. Den Anfang macht der Hausherr persönlich mit Ivan Turgenjews „Frühlingsfluten“.
„Frühlingsfluten“ handelt von einer unerfüllten Liebe zweier junger
Menschen, die diese leichtfertig aufs Spiel setzen. Am Ende bleibt ihnen
nichts weiter als eine kurze Liaison, an die sie sich zurück erinnern
können: die glücklichsten und einzig wirklich gelebten Tage ihres Lebens.
Eine Liebesgeschichte, gefühlvoll und wunderbar traurig erzählt, wie es nur
die russische Literatur vermag.
Der russische Autor Ivan Turgenjew wurde 1818 in Orel als Sohn einer
Adelsfamilie geboren. Nach seinem Schulabschluss studierte er Literatur in
Moskau, St. Petersburg und Deutschland. Bevor er sich ganz dem Schreiben
widmete, war er zwei Jahre im Staatsdienst tätig.
Ab 1855 lebte er mit einigen Unterbrechungen in Deutschland und Frankreich. In dieser Zeit war Turgenjew öfter in Wiesbaden. Die Stadt galt in Russland als einer der bekanntesten und beliebtesten Kurorte des 19. Jahrhunderts.
Noch heute kann man die russisch-orthodoxe Kirche auf dem Neroberg bewundern, nur eines der Relikte aus dieser Epoche. Zu Beginn seiner Arbeit als Schriftsteller befasste Turgenjew sich hauptsächlich mit der Lyrik.
Danach begann er Romane und Erzählungen zu schreiben. Besonders die Charakterzüge seiner Figuren, die er aus dem Detail heraus entstehen lässt, machen seine Erzählungen zu etwas Einzigartigem.
Eintritt frei
Hessisches Staatstheater Wiesbaden
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