Gesellschaft Freunde der Künste

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Inspiration in Venedig: Death in Venice - Premiere am 19.4.2009 an der Staatsoper Hamburg

Mit der Hamburger Erstaufführung von "Death in Venice" setzt Simone Young ihren Britten-Zyklus an der Staatsoper fort. Der Schriftsteller Gustav von Aschenbach steckt in einer künstlerischen Krise. Auf einer Reise nach Venedig sucht er neue Inspiration. Dort sieht er den polnischen Jungen Tadzio – eine Begegnung, die ihm alles zu geben scheint, was er ersehnt: Schönheit, Jugend, Leben. Aschenbach fühlt, wie seine schöpferische Kraft zurückkehrt. Doch immer tiefer verstrickt er sich in seine Gefühle zu Tadzio, seine Neigung wird zu einer todbringenden Obsession. Benjamin Brittens letzte Oper "Death in Venice" ist sein künstlerisches Testament und gleichzeitig ein Lebensbekenntnis – das Werk summiere "alles, wofür Peter und ich gestanden haben", so der Komponist mit einer Reverenz an den Tenor Peter Pears, seinen langjährigen Lebensgefährten. Für ihn komponierte er auch die Rolle des Aschenbach. Bei der Hamburger Neuproduktion führt der englische Schauspielregisseur Ramin Gray Regie. Er betrachtet das Werk nicht nur als philosophisches Stück über den Wert der Liebe und den Dialog zwischen Antike und Moderne: "Es geht auch um Unschuld, Korruption, sogar Missbrauch", sagt er. "Aschenbachs Amour fou ist nicht nur schöngeistige Verklärung, sondern eine existenzielle Angelegenheit auf Leben und Tod." Das Bühnenbild stammt von Jeremy Herbert, die Kostüme kreiert Kandis Cook. Für die anspruchsvollen Partien hat die Intendantin und Musikalische Leiterin Simone Young einige an der Staatsoper Hamburg bereits sehr erfolgreich auftretende Sänger für ein Rollendebüt gewinnen können: Alle voran den deutsch-kanadischen Tenor Michael Schade in der quasi ununterbrochen präsenten Erzählerrolle des Aschenbach. Nmon Ford, im Hamburger Britten-Zyklus bereits als Demetrius und Billy Budd gefeiert, übernimmt den Part seines Widersachers, und der Countertenor David DQ Lee wechselt für diese Neuproduktion von Händel zu Britten. Für den Tadzio haben Ramin Gray und sein Choreograf Thom Stuart mit dem Italiener Gabriele Frola einen jungen Tänzer aus der Ballettschule John Neumeier auf der Besetzungsliste. Es singen außerdem: Moritz Gogg, Miriam Gordon-Stewart, Trine W. Lund, Vida Mikneviciute, Deborah Humble, Benjamin Hulett, Jun-Sang Han, Hee-Saup Yoon, Wilhelm Schwinghammer und Kyung-Il Ko. Die Einstudierung des Chores übernimmt Florian Csizmadia. Vor der Premiere: Einführungsmatinee mit Mitwirkenden der Produktion am 5. April 2009, 11.00 Uhr im Großen Haus.

Hamburger Staatsoper www.hamburgische-staatsoper.de

Aufführungen:

19. April 2009 18:00 - 20:30 Uhr

22. April 2009 19:30 - 22:00 Uhr

26. April 2009 19:30 - 22:00 Uhr

29. April 2009 19:30 - 22:00 Uhr -

2. Mai 2009 19:30 - 22:00 Uhr

5. Mai 2009 19:30 - 22:00 Uhr

10. Mai 2009 19:30 - 22:00 Uhr