Gesellschaft Freunde der Künste

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Tragödie nach Sophokles, Aischylos und Euripides

Inbegriff einer griechischen Tragödie. Ödipus und seine Kinder am 8.1.2011 am Schauspielhaus Zürich

Am Ende seines Lebens blickt Ödipus auf sein Schicksal zurück: Von den Göttern dazu verdammt, den eigenen Vater zu töten und Kinder mit der eigenen Mutter zu zeugen, erhält er erst spät Einsicht in seine Taten und sticht sich aus Verzweiflung die Augen aus. Von seinem Schwager Kreon und seinen Söhnen aus der Heimatstadt Theben vertrieben, denkt er im Exil in Kolonos ein letztes Mal über seine Schuld nach: Hat er als Mensch sein Handeln zu verantworten, wenn seine Taten von den Göttern vorherbestimmt waren? Trifft ihn Schuld, wenn diese Prophezeiungen eine Strafe für die Verfehlungen seiner Eltern waren?

Denn schliesslich hatten Laios, König von Theben, und seine Frau Iokaste Ödipus gegen den Willen der Götter gezeugt und damit einen Fluch auf das ganze Geschlecht gezogen. Ödipus gibt ihn kurz vor seinem Tod an seine Kinder weiter: Von ihrem Vater dazu verdammt, ziehen seine Söhne um die Herrschaft über Theben gegeneinander in den Krieg und bringen sich im Zweikampf gegenseitig um. Und Antigone, Tochter des Ödipus, hält gegen den Befehl des neuen Machthabers Kreon und gegen die Bitten ihrer Schwester Ismene an ihrem Vorhaben fest, den toten Bruder Polyneikes zu begraben, dass auch sie dafür in den Tod geht.

Mit Rückgriff auf die Tragödien des Sophokles („Ödipus auf Kolonos“, „Antigone“), Aischylos („Sieben gegen Theben“) und Euripides („Die Phönizierinnen“) wird die Geschichte von Ödipus und seiner Familie über mehrere Generationen hinweg erzählt. Wie entsteht menschliches Handeln innerhalb von Familie und Gesellschaft und wo liegen die Grenzen menschlicher Selbstbestimmung? Ödipus und seine Kinder versuchen dem Erbe ihrer Väter auf unterschiedliche Weise zu entkommen und
schreiben es auf ihre eigene Art weiter.

Aufführungen bis zum 5.2.2011

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