Gesellschaft Freunde der Künste

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Ausdünnung des Filialnetzes

Immer mehr großen Händlern geht es an den Kragen

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, berichtet das nun auch die Parfümeriekette Douglas ihr Filialnetz ausdünnen wird.

Lieber Herr Böhmer,

in den vergangenen Wochen und Monaten galten die Sorgen vor allem den kleinen stationären Händlern. Viele hätten ihr Geschäft nicht digitalisiert und standen deshalb vor riesigen Problemen, als der Lockdown kam. Heute spricht keiner mehr von ihnen – sie sind aus dem Blickfeld gerückt.

Auch weil es jetzt immer mehr großen Händlern an den Kragen geht. H&M, Zara, Esprit, Karstadt/Kaufhof und viele mehr haben längst angekündigt, Filialen zu schließen.

Auch Media-Saturn hat große Sparmaßnahmen angekündigt (mehr dazu in der morgigen W&V Morgenpost). Nun folgt außerdem Deutschlands Vorzeige-Parfümerie Douglas.

40 Prozent des Umsatzes finde bereits online statt. Klar, dass es da weniger Filialen braucht, kündigt die Douglas-CEO Tina Müller an.

Bei Ikea dagegen scheinen die Einrichtungshäuser weiter zu brummen. Augenzeugen berichteten von langen Schlangen vor den Märkten, nachdem sie im Frühjahr wieder öffnen durften.

Trotzdem zollt Ikea den Veränderungen durch die Krise Gebühr und widmet den neuen, siebzigsten Katalog dem "New Normal".

Denn durch Corona wissen wir, was das eigene Heim alles sein kann: Zuhause, Büro, Schule, Kindergarten, Spielplatz, Restaurantersatz und vieles mehr. Es hat eine ganz neue Bedeutung in unserem Leben erhalten.

Für alle Einrichtungsbedürfnisse soll der Wälzer eine Lösung bieten – da fragt niemand, ob ein Katalog im Jahr 2020 noch zeitgemäß ist. Schließlich ist Cocooning wieder voll im Trend.

Einen gemütlichen Abend wünscht

Verena Gründel