Im Jahr 2010 wäre Robert Schumann, einer der größten deutschen Komponisten der Romantik, 200 Jahre alt geworden. Die Stadt Düsseldorf gehörte zu den prägenden Stationen seines Lebens: Hier hatte Schumann als städtischer Musikdirektor seine einzige feste Anstellung, wohnte mit Clara und den sechs Kindern an mehreren Adressen, durchlebte einen wahren Schaffensrausch.
Gründe genug also für eine große Feier:
Vom 28. Mai bis 14. Juni 2010 ehrt das Schumannfest Düsseldorf den progressiven Romantiker rund um den eigentlichen Geburtstag am 8. Juni mit
der Aufführung herausragender Düsseldorfer Kompositionen wie der „Rheinischen“ Sinfonie, dem Cello- und dem Violinkonzert und den Geistervariationen. Christoph Eschenbach und Mario Venzago dirigieren Schumanns Orchester, die Düsseldorfer Symphoniker. Daniel Barenboim ist mit der Staatskapelle Berlin zu Gast, Paavo Järvi und Thomas Søndergård mit
der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und Myung-Whun Chung mit dem Seoul Philharmonic Orchestra. Frank Peter Zimmermann debütiert mit den Schumann-Violinsonaten.
Der Kölner Kammerchor und das Collegium Cartusianum warten unter Peter Neumann mit dem Oratorium „Das Paradies und die Peri“ auf. Zu den Gratulanten gehören auch die Pianisten Saleem Abboud Ashkar und Tzimon Barto; Marie-Elisabeth Hecker und Jian Wang haben ihre Celli, Viviane Hagner, Janine Jansen und Thomas Zehetmair ihre Geigen im Gepäck. Thomas
E. Bauer, Bernarda Fink und Thomas Hampson vertreten den klassischen Gesang, Cristina Branco den Fado – und Irene Dische die Literatur.
Besondere Erwähnung verdient das Projekt „Von fremden Ländern und Menschen“.
Im Rahmen dieses internationalen Liedprogramms, gemeinsam konzipiert und realisiert von Schumannfest und Goethe-Institut, widmen sich renommierte Komponisten, Sänger und Musiker aus Korea, Taiwan, Norwegen, Estland, Portugal, England und Argentinien an sieben Abenden Robert Schumann. Sie geben charakteristische Einblicke in ihre Musikkultur und ihren Zugang zum
großen Lied-Komponisten.
Eine lange Schumann-Nacht voller „Sommernachtsträume“ (so der Titel) auf Schloss Benrath, eine musikalische Reise nach Bonn, wo Schumann begraben ist, und die „größte Träumerei der Welt“ – Schumanns Paradestück der Verinnerlichung als Marathon für eine Hundertschaft großer und kleiner Pianisten – runden das Programm ab. Seit einigen Jahren lädt das Schumannfest Düsseldorf einen bildenden Künstler ein, seine
Vorstellung von Robert Schumann im Rahmen der jeweiligen Werbekampagne zu visualisieren.
Für 2010 konnte der Düsseldorfer Maler, Performance-Künstler und Fotograf Stephan Kaluza für eine Zusammenarbeit gewonnen werden.
Das Schumannfest 2010 knüpft an eine langjährige Tradition an: Die Robert-Schumann-Gesellschaft Düsseldorf, 1979 mit dem Anspruch ins Leben gerufen, das musikalische Erbe Schumanns und seiner Zeit künstlerisch und wissenschaftlich zu pflegen und weiterzuentwickeln, legte 1981 mit dem ersten Schumannfest den Grundstein für eine Reihe von hochkarätigen Festivals, die regelmäßig von internationalen Stars der Klassik-Szene, viel
versprechenden Newcomern und einem ideenreichen Programm getragen wurden.
Tickets unter 0211-133222 I www.schumannfest-duesseldorf.de
PR-Kontakt
Claudia Holthausen
KONTAKTE FÜR KULTUR
Düsseldorfer Str. 31
41749 Viersen


Viviane Hagner © Marco Borggreve