Das Parkhotel Bellevue & Spa in Adelboden setzt auf den Trend der veganen Küche. Ergänzend zur französisch-schweizerischen Marktküche führt das Ferienhotel ein veganes Angebot ein. Das neue „Menu Balance“ überrascht mit interessanten Kombinationen und zeigt: Die vegane Esskultur lässt sich bestens mit der gehobenen Küche vereinbaren. Um den sich wandelnden Essbedürfnissen gerecht zu werden, führt das Parkhotel Bellevue & Spa in Adelboden (Berner Oberland) zu Beginn der Sommersaison ab 29. Mai ein veganes 5-gängiges Menü ein – als Option zum Menu Marché, das unverändert bestehen bleibt. «Ich freue mich auf das vegane Kochen», sagt Küchenchef Jürgen Willing und fügt hinzu: «Wir werden verspielt, kreativ und auf dem Niveau der 14-Punkte-Küche kochen. Unsere vegane Küche basiert auf drei Pfeilern: Gemüsen, würzigen Fake-Fleischgerichten und dem, was ich experimentell nenne.» Die ersten Experimente mit der veganen Küche zeigen: Diese Ernährungsform eignet sich bestens für die gehobene Küche. Von einer «Auslassungsküche» ist sie weit entfernt.
Die gesamten tierischen Produkte – neben Fleisch und Fisch also auch Eier und Milchprodukte – fallen zwar weg. Doch mit vielen zusätzlichen, auch unbekannten Produkten – von Soja (Tofu, Seitan, Tempeh und Miso) über Pilze aller Arten und Hülsenfrüchte bis zu Algen und Gewürzen – bietet sie ein grosses Spielfeld für neue Kreationen. Das Spannende an der veganen Küche ist, dass sie noch nicht eingefahren ist, einfach weil sie sehr jung ist und es noch keine Traditionen gibt. Man muss nicht erst aus alten Gewohnheiten ausbrechen, um kreativ zu sein. Gleichzeitig ist eine Anlehnung möglich, zum Beispiel an die mehrheitlich vegane indische Küche.
Nicht lediglich für Veganer
«An dieser neuen Alternative dürften sich nicht nur Veganer und Vegetarier erfreuen», sagt Direktor Martin Müller. «In seinen Ferien dann und wann einen Entschlackungstag ohne tierische Produkte einzulegen und sich dabei auf ganz andere Geschmackserlebnisse einzulassen, ist ein Bedürfnis vieler Gäste.» Das vegane Menu entspricht denn auch den Ansprüchen vieler Spa-Gäste, die gerne gesund, leicht und bekömmlich essen.
Trend
Die vegane Ernährungsform liegt im Trend. Zwar ist sie noch nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen – auch die vegetarische benötigte ihre Zeit –, aber sie ist im Kommen begriffen. Mittlerweile leben bereits etwa 700 000 Menschen in der Deutschland, die sich nicht nur vegan ernähren, sondern auf jegliche tierische Produkte inklusive Kleidung, Möbel und Kosmetik verzichten. In der Schweiz sind es bereits 25 000.
Pragmatische, sachliche Haltung
Mit seinem veganen Angebot beschränkt sich das Parkhotel Bellevue – in einer sachlichen, pragmatischen Haltung – auf die Kulinarik. Das Hotel will es streng praktizierenden Veganern und Veganerinnen nicht gleichtun, beim Interieur auf Leder, Wolle und andere tierischen Materialien zu verzichten. Auch bleibt die beliebte Alternative, das Menu Marché, unverändert bestehen. Seine Basis sind Gemüse, Fisch und Fleisch. Doch bereits seit geraumer Zeit achtet das Hotel auf eine tiergerechte Produktion von Fisch und Fleisch und bezieht diese wenn immer möglich aus der regionalen Landwirtschaft: von der Forelle aus der Bio-Zucht Blausee, über Adelbodner Bio-Kalb und Alpschwein zu fruchtig-blumigen Frisch- und Bergkäse der umliegenden Täler. Aus der Region stammen auch die raren und in Vergessenheit geratenen Kartoffel- und Gemüsesorten von Pro Specie Rara, die das Hotel eigens für sich anpflanzen lässt.
Die Hintergründe
Die Gründe, auf tierische Nahrungsmittel gänzlich zu verzichten, sind mannigfaltig und brisant. Der Veganismus ist in erster Linie eine Reaktion auf die moderne Massentierhaltung, die immer mehr Menschen nicht mehr verantworten können und wollen. Das Seine zum Umdenken hat auch das aufrüttelnde Anti-Fleisch-Buch «Tiere essen» von Jonathan Safran Foer beigetragen, das weltweit Furore machte. Schliesslich schneidet der Fleischkonsum auch hinsichtlich seiner Ökobilanz schlecht ab: «Für ein Kilogramm Rindfleisch werden 16 kg Getreide und Soja verfüttert, 20‘000 Liter Wasser verbraucht, 50 Quadratmeter Regenwald vernichtet und mehr Treibhausgase erzeugt als bei 250 km Autofahrt», schreibt die Vegane Gesellschaft Schweiz (VGS).
Gesundheitsprophylaxe
Neben den weltanschaulichen Überlegungen sind es häufig gesundheitliche Gründe, die zur Ernährungsumstellung führen. Wer beispielsweise von einer Allergie gegenüber tierischen Proteinen betroffen ist, und das sind heutzutage immer mehr Menschen, kennt die Empfehlung, ganz auf sie zu verzichten. Andere wiederum stellen im Sinne einer Gesundheitsprophylaxe auf eine vegane Ernährungsweise um. Denn unbestrittene Tatsache ist, dass Veganer und Veganerinnen sehr viel seltener an Übergewicht, Verstopfung, Bluthochdruck, koronarer Herzkrankheit, Diabetes oder Gallensteinen leiden. Der immer wieder geäusserten Befürchtung, dass es sich um eine Mangelernährung handle, widerspricht der deutsche Arzt Ernst Walter Henrich im 2013 erschienenen Buch «Go vegan». «Eine abwechslungsreiche vegane Ernährung versorgt den Menschen mit allen essenziellen, also notwendigen, Nährstoffen, ohne ihn mit den in Tierprodukten enthaltenen Schadund Giftstoffen zu belasten.» Dies sei auch der Grund, weshalb immer mehr Spitzensportler auf eine gesunde vegane Ernährung umstellen würden. «Man spürt, dass der Körper durch die geringe Belastung schneller regeneriert und daher leistungsfähiger wird.»
Angesichts all dieser Fakten ist Direktor Martin Müller überzeugt, «dass es sich nicht um eine kurzlebige Modewelle handelt, sondern um eine ernst zu nehmende Entwicklung, die auch bei Nichtveganern die Diskussion um einen bewussten und nachhaltigen Umgang mit Fleisch anregt. Wir freuen uns, hier Pionierarbeit zu leisten.»
Weitere Informationen auf der Internetseite www.parkhotel-bellevue.ch
Pressekontakt: michaela.suska@mwpr.de


Die vegane Esskultur lässt sich bestens mit der gehobenen Küche vereinbaren. © Parkhotel Bellevue & Spa

