Dienstag, 6. April, 19 Uhr
Künstlergespräch mit Christian de Lutz (Gast im Deutsche Börse Residency Program)
Im Rahmen seiner künstlerischen und fotografischen Arbeit erforscht Christian de Lutz die Auswirkungen von Migration und Information auf die Gesellschaft des 20. Jahrhunderts. Er interessiert sich dabei besonders für die Art und Weise in der Technik die Sicht auf die uns umgebende Welt verändert.
Seine Arbeit verbindet Fotografie, Digitaldruck, Video und computerbasierte Medien. Aktuelle Projekte legen dabei ihren Schwerpunkt auf die Verbindung zwischen Globalisierung und Information.
Im Rahmen seines Aufenthaltes im „Deutsche Börse Residency Program" im Frankfurter Kunstverein arbeitet de Lutz an seinem Projekt „JuncturesI: Frankfurt".
Er untersucht hier die Wahrnehmung von Personen, für die die Stadt Frankfurt zum Ort des Durchgangs oder der Migration geworden ist. Im Zentrum des Projekts steht eine Serie von Interviews und „mappings", die Frankfurts Position als Basis für internationalen Finanzfluss und Handel sowie Kultur erforschen.
Im Rahmen seines Künstlergesprächs stellt de Lutz das Projekt „JuncturesI: Frankfurt" vor und erläutert seine Vorgehensweise im Kontext vergangener Arbeiten.
Christian de Lutz (geboren 1965 in New York) lebt und arbeitet in Berlin. Er studierte in den 1980er Jahren Kunst und Germanistik an der New York University, New York, USA und arbeitete bereits als Künstler und Fotojournalist, bevor er 1998 nach Berlin zog.
Für seine Arbeiten, häufig eine Mischung aus Fotografie, computerbasierten Effekten und Video, schöpft de Lutz aus seinem Fotoarchiv der letzten 15 Jahre. 2006 hat de Lutz den Kunstprojektraum Art Laboratory Berlin mitbegründet und ist dort seitdem als Ko-Direktor und Kurator tätig.
Das Künstlergespräch wird in englischer Sprache gehalten.
Eintritt frei
Ort: Café im Kunstverein
Samstag, 24. April 2010, 11.30 Uhr
Pilzbetrachtungen: Ausstellungsbesuch und Exkursion zum Naturreservat Kühkopf mit Florian Haas (Künstler) und Dieter Gewalt (Pilzexperte)
Im Rahmen der Ausstellung „Das Wesen im Ding" bieten der teilnehmende Künstler Florian Haas und der Pilzexperte Dieter Gewalt einen Besuch im Frankfurter Kunstverein mit anschließender Morchelsuche im Naturschutzgebiet und Unesco Naturreservat Kühkopf an.
Zunächst wird Florian Haas seine malerischen Pilzportraits in der Ausstellung „Das Wesen im Ding" einer mykologischen Betrachtung unterziehen, bevor die Teilnehmer dann gemeinsam zur Exkursion auf den Kühkopf aufbrechen (Anfahrt ca. 60 min).
Pilzexperte Dieter Gewalt wird sie dort erwarten und gemeinsam mit Florian Haas zu einer zweistündigen Morchelsuche einladen. Da der Kühkopf ein Naturschutzgebiet ist, können dort keine Pilze eingesammelt werden. Nach der Wanderung besteht die Möglichkeit zur gemeinsamen Einkehr in ein Gasthaus.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf 30 Personen.
Treffpunkt: Foyer im Frankfurter Kunstverein
Für die Anfahrt zum Kühkopf wird ein privates Auto benötigt.
Für Verpflegung ist selbst zu sorgen.
Um Anmeldung wir gebeten unter post@fkv.de oder unter 069-21931440
Teilnahme: kostenlos
Samstag, 24. April 2010, 19 - 2 Uhr
Playful ways of doing things - Nacht der Museen 2010 im Frankfurter Kunstverein
Der Frankfurter Kunstverein zeigt die Ausstellung „Das Wesen im Ding" mit zeitgenössischen künstlerischen Werken, die Naturdinge und Gegenstände inszenieren oder mit deren Abbildungen arbeiten.
Das Abendprogramm beginnt mit der interaktiven Performance „ITEM'S NOT FOR SALE" von Raman Zaya und Aljoscha Sena Zinflou, die sich mit der temporären Präsentation von Dingen befasst.
Ein DJing unter dem Titel „Das Team legt auf" bietet Gelegenheit, die Macher/innen des Frankfurter Kunstvereins kennen zu lernen, wenn sie abwechselnd ihre Lieblingsmusik spielen. Im Anschluss legen Hans Romanov und Thilo Kraft ihren „wild mix" auf.
Programm
19-23 Uhr
Interaktive Performances „ITEM´S NOT FOR SALE"
von Raman Zaya mit Aljoscha Sena Zinflou
20 und 22 Uhr
Führungen durch die aktuelle Ausstellung „Das Wesen im Ding"
21-24 Uhr
„Das Team legt auf": DJing mit den Macher/innen des Frankfurter Kunstvereins
ab 24 Uhr
„I'm not sorry!": DJs Hans Romanov und Thilo Kraft („wild mix")
bis 2 Uhr
deftige Snacks und kühle Drinks im Café im Kunstverein «Los Angeles»
Eintritt (Karte gültig in allen teilnehmenden Museen): 12 Euro
Abendkasse: ab 19 Uhr in allen Museen
Mittwoch, 28. April, 19 Uhr
Das Fotografie Forum zu Gast im Frankfurter Kunstverein:
Vortrag „Conspirative Photography" mit Joan Fontcuberta (Bildender Künstler)
Joan Fontcubertas Werk beschäftigt sich mit den Wahrheitsbedingungen visueller Informationen. Seine Projekte untergraben die anerkannte Funktion von Fotografien als historische und wissenschaftliche Dokumente und als ein dokumentarisches Medium der Massenkommunikation.
Komplexe narrative Strukturen dienen als Vorwand, um aus erkenntnistheoretischer und politischer Perspektive Fragen der Glaubwürdigkeit, Wahrhaftigkeit und Authentizität zu diskutieren.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf „Mockumentarys" als Kritik, Parodie und Dekonstrruktion traditioneller Dokumentationen - sowohl in Form von Filmen als auch von Standfotografien. Häufig wird in den Bildern mit Ironie und Humor gearbeitet; in einer Art Verschwörung sollen sie das Niemandsland zwischen Realität und Fiktion füllen.
Seit den frühen Siebzigerjahren arbeitet Joan Fontcuberta (*1955, Barcelona) als bildender Künstler und Fotograf und ist darüber hinaus als Kritiker, Theoretiker, Kurator und im Bereich der Kunstvermittlung tätig.
Neben der Realisierung von Projekten wie Herbarium (1985), Fauna (1988), Sputnik (1997) und Deconstructing Osama (2007), beschäftigt er sich in seiner Arbeit mit dem Spannungsfeld von Natur, Technologie und Politik.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.fontcuberta.com
Eine Veranstaltung des Fotografie Forum Frankfurt in Kooperation mit dem Frankfurter Kunstverein.
Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten.
Eintritt frei
Ort: Café im Kunstverein
Ausstellungen
Das Wesen im Ding
bis 25. April 2010
Das Ergründen der Natur- und Dingwelt durch deren Repräsentation und Imitation, um tiefere Erkenntnisse über das Wesen der Welt zu gewinnen, zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der Bildenden Kunst.
Die Gruppenausstellung „Das Wesen im Ding" kreist um Fragen der Mimesis, verstanden als nachahmende Darstellung der Wirklichkeit, und spürt der Rolle nach, die sie heute in künstlerischen Produktionen einnimmt.
Die Arbeiten und Projekte von Nina Canell, Florian Haas, Till Krause, Bettina Lauck, Yoon Jean Lee, Egill Sæbjörnsson und Andreas Wegner präsentieren verschiedene Methoden der Suche nach dem „Wesen im Ding". Sie zeigen malerische, fotografische oder gefilmte Abbilder profaner Gegenstände wie etwa Flaschen, Gläser, Kugeln, Steine, Pilze, Blumen, Werkzeuge, Spielwaren oder Alltagsprodukte.
Mit unterschiedlichen Beobachtungs- und Darstellungsmethoden stellen sie Versuche an, von der Gestalt eines Gegenstands auf dessen Wesen zu schließen.
Dabei bringen sie aber auch grundsätzlich Neues hervor: Scheinbar vorgefundene oder künstlich erschaffene Dinge entfalten durch serielle fotografische Analyse, durch bühnenartige Inszenierung oder durch situative Konstellation ganz unerwartete Wesenszüge.
Ergänzend zu den sieben künstlerischen Positionen werden einige Exponate aus der Sammlung des Museum der Dinge / Werkbundarchiv (Berlin) gezeigt.
Kurator: Holger Kube Ventura
Projekt-Display OTHER: Aleksandra Bielas, Jörg Burzinski - BIMBER KLUB
Eröffnung: 15. März, 21 Uhr
16. März bis 7. April 2010
Deutsche Börse Residency Program
Das „Deutsche Börse Residency Program" ist eine Initiative des Frankfurter Kunstvereins, die dank der Unterstützung der Gruppe Deutsche Börse umgesetzt werden konnte.
Im zweiten Stock des Frankfurter Kunstvereins gelegen, bietet die Residenz ein Appartement als Wohn- und Produktionsstätte für internationale KünstlerInnen, KuratorInnen und KunstvermittlerInnen.
Sie dient der Integration unserer Gäste in das Programm des Kunstvereins und in das kulturelle Leben der Stadt Frankfurt im Allgemeinen. Kultureller Austausch, künstlerische Produktion und Bildung stehen im Zentrum dieser ganz speziellen Initiative.
Im April sind der amerikanische Künstler Christian de Lutz und die israelische Künstlerin Liat Yossifor zu Gast im Frankfurter Kunstverein.
Frankfurter Kunstverein
Steinernes Haus am Römerberg
Markt 44
D-60311 Frankfurt am Main
Tel. +49 (0)69 219 314 0
Fax. +49 (0)69 219 314 11
post@fkv.de / www.fkv.de
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Öffnungszeiten: Di-So: 11-19 Uhr
Öffentliche Führungen: 1. und 3. Do im Monat, 17.30 Uhr; 2. und 4. So im Monat, 16.30 Uhr, oder nach Vereinbarung.
Der Frankfurter Kunstverein wird dauerhaft gefördert durch:
Stadt Frankfurt am Main
Dewey&LeBoeuf, Frankfurt
Das Deutsche Börse Residency Program wird gefördert durch:
Deutsche Börse Group

