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Der illegale Welpenhandel floriert nach wie vor

Illegaler Welpenhandel sorgt weiter für tausendfaches Hundeelend

Zum Tag des Hundes am 04. Juni 2023 appelliert die internationale Tierschutzstiftung VIER PFOTEN an die Bundesregierung, die Revision des Tierschutzgesetzes zu nutzen, um den illegalen Welpenhandel aufzuhalten.

Karina Omelyanovskaya, Kampagnenverantwortliche für Heimtiere bei VIER PFOTEN, stuft den florierenden Handel mit viel zu jungen und meist kranken Welpen auf Online-Plattformen als dramatisch ein.

Um tausendfaches Tierleid zu stoppen und um Verbraucher:innen zu schützen, fordert VIER PFOTEN mehr Transparenz über die Herkunft der auf dem Online-Markt inserierten Welpen durch die Einführung einer Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für alle Hunde und Katzen sowie eine verpflichtende Identitätsprüfung für Anbietende von Tieren.

„Nach wie vor ist der illegale Welpenhandel ein Millionengeschäft. Der Verkauf von den häufig schwer traumatisierten Welpen wird größtenteils über Online- und Kleinanzeigenplattformen abgewickelt, denn dort haben Kriminelle leichtes Spiel.

Weil viele Hunde und Katzen keinen Mikrochip tragen, kann die Herkunft der Tiere in den meisten Fällen von den zuständigen Behörden nicht nachvollzogen werden.

Dazu kommt, dass Anbietende von Tieren bisher nahezu anonym inserieren können. Werden Welpen krank verkauft oder sterben sie wenige Tage nach der Übergabe, ist eine Strafverfolgung der Inserenten bislang kaum möglich.

In der Novellierung des Tierschutzgesetzes muss deshalb eine verpflichtende Kennzeichnung- und Registrierung für Hunde und Katzen fest verankert werden.

Zusätzlich muss auch eine elektronische Identitätsprüfung auf allen Online-Plattformen für Anbietende von Tieren gesetzlich festgeschrieben werden“, so Karina Omelyanovskaya.

Viele Online-Portale sind sich durchaus bewusst, dass der illegale Welpenhandel größtenteils über Kleinanzeigen-Inserate abgewickelt wird.

Einige Kleinanzeigen-Plattformen haben eigenständig Regelungen eingeführt, um ihre Kund:innen vor kriminellen Hundehändler:innen zu schützen.

Die internationale Tierschutzstiftung VIER PFOTEN erachtet die meist lückenhaften Sicherheitsbestimmungen jedoch überwiegend als unzureichend und nicht zielführend.

Nur mit gesetzlichen Regelungen ist der illegale Welpenhandel zu stoppen

„Einige Anbieter warnen lediglich vor dem illegalen Welpenhandel, andere wiederum haben gesonderte Regelungen für den Tiermarkt eingeführt. Das funktioniert bei dem einen besser, bei dem anderen schlechter.

Wir beobachten aktuell, dass viele unseriöse Welpeninserate auf Quoka annonciert werden, weil man dort problemlos, schnell und ohne Sicherheitshürden Welpen inserieren kann.

Auch auf anderen Kleinanzeigen-Plattformen, wie beispielsweise Markt.de, finden sich immer wieder verdächtige Anzeigen. In der ersten Mai-Woche waren dort beinahe 80 Prozent aller Hunde-Anzeigen für Welpen.

Fakt ist: Freiwillige Sicherheitsmaßnahmen reichen nicht und tragen nicht dazu bei, den illegalen Welpenhandel zu stoppen, sondern der Markt verlagert sich nur.

VIER PFOTEN fordert deshalb zwingend gesetzliche Regelungen für mehr Transparenz beim Online-Handel mit Tieren.

Das bedeutet eine verpflichtende Kennzeichnung- und Registrierung für Hunde und Katzen, aber eben auch eine Identitätsüberprüfung für Anbietende von Tieren.

Ohne bundesweit greifende Maßnahmen können Kriminelle von Kleinanzeigen-Plattform zu Kleinanzeigen-Plattform wandern.

Sie können schwerkranke, hilflose Welpen verkaufen, ohne befürchten zu müssen, strafrechtlich belangt zu werden und das ist in einem Rechtsstaat dramatisch“, so Karina Omelyanovskaya.