„Die Komponisten unserer Tage sollen die Opern unseres Papa Mayr studieren und sie werden darin alles finden, was sie suchen und was ihnen von Nutzen sein wird.“ Diese Äußerung Rossinis bringt die musikgeschichtliche Bedeutung Simon Mayrs auf den Punkt. Simon Mayr studierte und arbeitete zunächst in Ingolstadt. Mit Hilfe seines Förderers de Bassus gelangte er nach Italien und konnte dort in Bergamo und Venedig seine musikalischen Studien vervollkommnen.
Innerhalb von etwa dreißig Jahren entstanden um die 60 Opern, die in den Metropolen Europas zur Aufführung gelangten. Mayr gilt als
„Vater der italienischen Oper“. Gaetano Donizetti war Mayrs berühmtester Schüler. Als Mayr 1845 in Bergamo starb, erwiesen ihm Giuseppe Verdi, Vincenzo Bellini und Gioacchino Rossini die letzte Ehre.
Bei der Regensburger Produktion handelt es sich nicht nur um die deutsche Erstaufführung, sondern um die zweite Produktion des Werkes seit der Uraufführung am 26. Dezember 1808.
Simon Mayrs Oper fügte den zahlreichen Verarbeitungen des Odysseus-Mythos eine weitere spannende Variante hinzu. Odysseus ist hier nicht der strahlende und siegreiche Heimkehrer. Vielmehr ist er nach zehnjähriger Abwesenheit fremd in Ithaka geworden und wagt nur zaghafte Annäherung an seine Frau Penelope, die sich von Plistene, dem König der Molosser, umworben sieht. Der psychologische Zweikampf zwischen Odysseus und Plistene um die Frau Penelope und somit auch um die Macht über Ithaka bildet den Kern der Handlung.
Besetzung
Musikalische Leitung: Tetsuro Ban
Inszenierung: Philipp Kochheim
Bühne und Kostüme: Barbara Bloch
Choreografie: Chia-Yin Ling
Premiere am 6.2.2010
Weitere Aufführungen bis zum 23.5.2010
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