Gesellschaft Freunde der Künste

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bis zum 20.6.2010 in Kassel

Ich sehe was, was Du nicht siehst Kunst von Autisten sorgt für außergewöhnliche Perspektiven

"Berlin, 25. Mai 2010 − 'Ich sehe was, was Du nicht siehst' ist eine Werkschau von deutschen Künstlerinnen und Künstlern mit Autismus (www.ichsehewas.de). Zu besichtigen ist die Ausstellung vom 29. Mai bis 20. Juni in der documenta-Halle in Kassel. Die Kunstwerkstatt Mosaik Berlin (www.mosaik-kunstwerkstatt.de) gestaltet mit drei von ihren Kunstschaffenden die Veranstaltung mit: Adolf Beutler, Preisträger des Europäischen Kunstpreises für KünstlerInnen mit geistiger Behinderung EUWARD 2000, hat seine Berufung erst mit 62 Jahren entdeckt. Heute präsentiert er sich mit großformatigen Arbeiten und einer stadtmodell- artigen Tischinstallation aus bezeichneten Holzklötzchen, Papierstreifen und Fundstücken (siehe Bild).

Ebenfalls auf großen Flächen zeigen Mona Marecki abstrakte Malerei und Till Kalischer seine comicartigen Buntstiftzeichnungen. Till Kalischer wird zudem am Freitag, den 4. Juni, bei einem Ateliergespräch gemeinsam mit der Atelierleiterin Nina Pfannenstiel Fragen nach seiner professionellen künstlerischen Arbeit in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung beantworten.

'Ich sehe was, was Du nicht siehst' Seite 2 von 4 In der Kunstwerkstatt Mosaik Berlin entwickeln sich berdurchschnittlich viele betreute Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu eigenständig arbeitenden und herausragenden Outsider Art-Künstlern. Für Nina Pfannenstiel ist das kein Zufall. Der Grund hierfür läge in der Größe und Vielfalt von Mosaik. 'Die Strahlkraft eines Freiraumes zum künstlerischen Arbeiten tut ihr Übriges', so die Atelierleiterin: 'Die Mosaik-Werkstätten beschäftigen allein in Spandau über 240 Menschen, die sich an
unterschiedlichsten Werkstattangeboten ausprobieren können.

Adolf Beutler zum Beispiel war ursprünglich in der Industriemontage beschäftigt. Er kam immer öfter zum Schauen und Kaffee trinken in die Kunstwerkstatt. Ich denke, er spürte die freie und kreative Atmosphäre bei uns. Eines Tages fing er einfach an selbstständig zu zeichnen. Die Ergebnisse waren so eigenwillig, dass uns schnell klar war, dass wir mit ihm einen außergewöhnlich begabten Künstler gewonnen haben. Uns ist wichtig, dass die Künstler sich frei entfalten und ihre extrem verschiedenen Stile entwickeln können – und das werden Sie in der Ausstellung sehen.'"

Kontakt

documenta-Halle

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