Gesellschaft Freunde der Künste

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Hoffnungslos? "Kaspar Häuser Meer" im Maxim Gorki Theater Berlin am 26.3. + 9.4.2009

Barbara, Silvia und Anika haben eine tägliche Mission: im Stundentakt entscheiden sie über die Schicksale von Kindern, Eltern und Familien. Ihre "Klienten" haben sich am Rand unserer Städte und im Dickicht unseres Sozialstaates verheddert, haben den Anschluss verloren und finden keine Perspektive mehr, um mit dem gesellschaftlich vorgegebenen Takt Schritt zu halten. Doch was passiert, wenn auch den drei Damen vom Jugendamt die Kontrolle entgleitet? Aus der Überforderung und Desillusionierung retten sie sich in eine unnütze, aber Halt gebende Bürokratie und versuchen, weder den Überblick, noch die Hoffnung zu verlieren.
Äußerer Anlass für dieses Auftragswerk des Theaters Freiburg an die Autorin Felicia Zeller war der "Fall Kevin", die Geschichte des kleinen Jungen aus
Bremen-Gröpelingen, der an den Folgen schwerer Misshandlungen starb und im Oktober 2006 tot im Kühlschrank der elterlichen Wohnung gefunden
wurde. Entstanden ist eine Sprechpartitur für drei Schauspielerinnen, die in Marcus Lobbes Uraufführungsinszenierung mit dem Publikumspreis der Mülheimer Theatertage 2008 ausgezeichnet wurde.

Barbara Rebecca Klingenberg Silvia Bettina Grahs Anika Britta Hammelstein Regie Marcus Lobbes Bühne und Kostüme Christoph Ernst Musik Udo Selber Dramaturgie Josef Mackert

Maxim Gorki Theater Berlin www.gorki.de am 26.3. sowie 9.4.2009