Sie ist eine berühmte Sängerin und sie glaubt, ihre Kunst schütze sie vor den Drangsalen eine Polizeistaats. Doch Tosca ist auch eine Frau, und sie liebt den Maler Cavaradossi. Als dieser in den Verdacht gerät, nach der Niederschlagung eines Aufstands den flüchtigen Revolutionär Angelotti versteckt zu haben, wird Tosca von dem Polizeichef Scarpia erpresst. Er verlangt ihre Hingabe, um das Leben des Geliebten zu retten. Scarpia unterschätzt die Stärke der liebenden Frau, die ihren Peiniger tötet. Doch auch Tosca hat sich verrechnet, denn Scarpias Befehl, Cavaradossi zur zum Schein hinrichten zu lassen, war eine Täuschung. Als auf dem Exekutionsplatz die Schüsse fallen und ihr Geliebter zusammenbricht, muss sie erkennen, dass sie grausam betrogen wurde.
Der Franzose Victor Sardou, nach dessen Theaterstück La Tosca Puccinis Oper entstand, war nicht zimperlich in seinen Erfindungen."Quäle die Heldin, um so mehr Anteilnahme wirst du beim Publikum finden", das war seine Devise. In Puccinis Oper verdichtet sich der Nervenkitzel des Schauspiels zu einem spannenden Psychogramm über Macht und Liebe, über politische Willkür und die Unmöglichkeit, sich als einzelner davor zu schützen. Wie zum Beweis dessen, wurde die Uraufführung der "Tosca" 1900 in Rom war von politischen Unruhen überschattet. Eine Bombendrohung gegen den im Publikum sitzenden italienischen König Umberto I. störte die Premiere. Erst die weiteren Aufführungen brachten für Puccini den erhofften Erfolg - gerade auch wegen des politisch brisanten Sujets.
Theater Duisburg am 19.6.2009 um 19.30 Uhr großer Saal, Infos und Tickets unter www.duisburg.de/theater
Dirigent
John Fiore
Inszenierung
Dietrich Hilsdorf
Bühne und Kostüm
Johannes Leiacker
Chor
Christoph Kurig
Orchester
Duisburger Philharmoniker

