Zum Jahresende hat die Bochumer Künstlerin Marion Stephan für diese Ausstellung eine Auswahl von Bildern zusammengestellt, die auf unterschiedliche Weise das Thema Herbst aufgreifen.
Auch hier ist die für sie immer wieder interessante Darstellung von Stille vorherrschend. Alle ausgestellten Bilder sind Versionen ihrer individuellen Wahrnehmung landschafticher Eindrücke. Diese konzentriert sich oft auf einzeln herausgefilterte Teilstücke von Landschaften, die durch eine ihnen eigene Intensität die Aufmerksamkeit der Künstlerin auf sich ziehen. Diese Intensität versucht Marion Stephan malerisch duch Aussschnitte und nahes Herangehen festzuhalten und atmosphärisch zu verdichten.
Malerei von Marion Stephan
Stimmungen und Momentbeobachtungen von Menschen, Umgebung und Landschaft sind die Hauptthemen meiner Malerei.
Hier kommen neben der Schichtmalerei in Öl, auch immer wieder andere Techniken und Materialien wie Acryl, Aquarell und verschiedene Zeichenkreiden zum Einsatz, sodaß oft auch interessante Mischtechniken entstehen.
Aber auch individuelle Motivwünsche für Auftragsarbeiten werden von mir gern erfüllt.
Künstlerischer Anspruch und die intensive Auseinandersetzung mit der zu erzielenden Wirkung eines Bildes sind für mich die Grundvorraussetzung für überzeugende Ergebnisse.
Die Bilder
Damit sich eine Bild-Idee entwickelt, muß das Motiv, das sich mir bietet, zwei Voraussetzungen erfüllen:
Erstens muß es aus meinem Tagesrythmus herausfallen, ihn sozusagen "stören", um mich aufmerksam zu machen.
Und zweitens muß es meine eigenen Veranlagungen und Interessen bedienen, thematisch also mit mir auf einer Wellenlänge sein.
Das kann beispielsweise eine Ecke im Stadt/Landschaftsbild, die Körperhaltung einer Person, ein Gesichtsausdruck, eine Stimmung in der Luft, ein Geruch oder einfach nur eine unerwartete Farbe sein.
Ich möchte nicht das Öffentliche, Offensichtliche abbilden, sondern auf möglichst genaue Weise meine eigene Interpretation seiner Realität (Realität ist für mich immer "Ansichtssache") darstellen, also ein 1:1 des von mir wahrgenommenen Inneren des Objektes.
Durch meine individuelle Wahrnehmung erhält das Objekt etwas Wesenhaftes, eine Persönlichkeit, die es automatisch zu einem Gegenüber macht, dem ich nahe kommen kann und das in der Lage ist, mit mir in Dialog zu treten
Aus dieser ersten Ebene der Kommunikation versuche ich nun ein Bild zu entwickeln, das die Momentaufnahme dieser Begegnung zeigt.Insofern haben meine Bilder, ganz unabhängig vom Motiv, Portraitcharakter. Sie sind im Grunde Portrait und Selbstportrait in einem.
Mir ist wichtig, daß das private Element zwischen dem portraitierten Objekt und mir sich im Ergebnis aber soweit zurückhaltend zeigt,daß das Bild für weitere Assoziationen offen bleiben kann.Es bleibt also immer eine im Bild verborgene und somit erforschbare Geschichte, die ganz individuell variieren kann.
Hier soll dann die zweite Ebene der Kommunikation zwischen Bild und Betrachter erfolgen.Ich möchte den Betrachter nun mit dem Bild allein lassen, ihm alle Möglichkeiten zu eigenen Eindrücken und Ideen geben,damit auch hier wieder eine Form von Nähe und Privatsphäre entstehen kann.
Entwickelt sich eine Art Vertrautheit zwischen Bild und Betrachter, freue ich mich sehr, dann ist das Bild gelungen.
Am 1.Dezember 2009 ab 11:00 beginnt im Restaurant Tierpark's in Bochum meine Kunstausstellung
"Herbstbilder", Malerei von Marion Stephan.
Gezeigt wird eine Auswahl verschiedener Werke zum Thema Herbst im Bereich Ölmalerei und Radierung.
Die Ausstellung läuft bis zum 14. Februar 2010 während der Öffnungszeiten des Restaurants.
Der Eintritt ist frei.
Infos zum abgebildeten Werk:
Titel: "Verwilderung IV - Baum"
Originalmaße: 100 x 100 cm
Entstehungsjahr: 1994
Technik: Öl auf Leinwand
© 2009 Marion Stephan, Germany
Kontakt vor Ort:
Tierpark's
Ansprechpartner: Anja Micke
Klinikstraße 51
44791 Bochum
Fon: 0234 / 9509333
web: www.marionstephan.de

