Gesellschaft Freunde der Künste

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am 15.4.2010 in Basel

HERAKLES-TRILOGIE VON ARMIN PETRAS NACH EURIPIDES UND SOPHOKLES

Mon amour – Alkestis stirbt. Freiwillig geht sie anstelle ihres Mannes Admet in den Tod. Diese Entscheidung beeindruckt Familie und Freunde, kein anderer hätte dieses Opfer für Admet gebracht, nicht einmal sein ohnehin schon alter Vater. Die Trauer ist gross. Da vollbringt Herakles, Admets Freund, die Heldentat und holt Alkestis aus dem Totenreich wieder heim.

Herakles Tod – seit Monaten wartet Deianeira auf ihren Mann. Endlich wird ihr seine siegreiche Heimkehr gemeldet. Und als Vorhut kommen besiegte Frauen, Iole allen voran, die sich als Geliebte des Herakles herausstellt. Um ihn ganz für sich zu haben, schickt Deianeira ihm ein Kleid als Willkommensgeschenk – im Glauben es wäre ein Liebeszauber. Dabei ist es giftgetränkt und bringt ihm den Tod. Als Wunde kehrt er sterbend heim.

Herakles Kinder – sind heimatlos und verfolgt. Als Asylanten sind sie auf eine Schutzmacht angewiesen und werden zum politischen Unterpfand. Im Kriegsfall sind sie die ersten, die geopfert werden.

Drei antike Tragödien hat Armin Petras zu seiner «Herakles-Trilogie» zusammengestellt: Euripides’ «Alkestis» und «Herakliden» sowie Sophokles’ «Trachinierinnen». In dieser Trilogie erzählt er das Scheitern und den tragischen Verlust von Zuhause und von Familie. Die archaische und mythische Grösse des Herakles-Stoffes ist in Petras’
Bearbeitung für die soziale und politische Dimension des 21. Jahrhunderts wieder gewonnen.

Armin Petras hat nicht nur als Regisseur Aufsehen erregt, unter dem Pseudonym Fritz Kater ist er zu einem der wichtigsten Dramatiker des deutschsprachigen Gegenwartstheaters geworden. Zu seinem dramatischen Werk gehören auch zahlreiche Roman- und Klassikerbearbeitungen. Den ersten Teil der «Herakles-Trilogie», «Alkestis, mon amour», hat er selbst 2004 in Leipzig uraufgeführt.

Peter Kastenmüller, der am Theater Basel bereits 2008/2009 den monumentalen Roman «Berlin Alexanderplatz» auf der Grossen Bühne inszenierte, verbindet mit Armin Petras eine lange Zusammenarbeit am Staatstheater Kassel und am Maxim Gorki Theater. Am schauspielfrankfurt hat Kastenmüller auch Fritz Katers «We are camera» und «abalon, one nite in bangkok» inszeniert.

Premiere am 15.4.2010

Aufführungen bis zum 21.4.2010

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