Eines der herausragenden Photobücher des letzten Jahrzehnts ist Helmut Newtons SUMO, erschienen 1999 im Posterformat 70 x 50 cm, mit 464 Seiten und einem Gewicht von 30 kg.
Benedikt Taschen überzeugte seinerzeit den Photographen, mit ihm dieses verlegerische Wagnis einzugehen; es wurde ein Riesenerfolg. Phillip Starck entwarf einen metallenen Ständer für die außergewöhnliche Publikation, die in einer Auflage von 10.000 Exemplaren, alle von Newton signiert, auf den Buchmarkt kam.
Der Verkaufspreis entsprach dem Format und der Exklusivität des Photobuches. So konnten es sich nur gutbetuchte Newton- Enthusiasten leisten, so dass das Buch selbst legendär und der genaue Inhalt vergleichsweise unbekannt blieb.
Die einmalige Geschichte des SUMO wird nachgezeichnet
Mit der Präsentation aller Motive des Buches – teilweise in Form gerahmter Buchseiten, also gewissermaßen 1:1, teilweise als Originalphotographien in Schwarz-Weiß und Farbe – sowie einiger Aufnahmen von dessen aufwendiger Produktion und glamouröser Präsentation wird die einmalige Geschichte des SUMO nachgezeichnet. Wir sehen Mode- und Aktaufnahmen, Porträts und Werbebilder aus mehreren Jahrzehnten in nahezu gleichberechtigter Stellung nebeneinander ausgebreitet.
Einige dieser Bilder tauchten auch in anderen Newton-Publikationen auf, andere wurden hier erstmals publiziert – und werden nun auch erstmals ausgestellt.
"Best of" Newton
In dieser „Best of“-Auswahl fehlt kein Aspekt des Newton’schen Werkes; seine Porträts etwa sind höchst individuell: formatfüllend und im Anschnitt sehen wir das Gesicht von Debra Winger, mit stoischem Blick und halbnacktem Oberkörper steht dagegen David Bowie am Strand von Monte Carlo, und Liz Taylor wiederum badet vor Newtons Kamera im Pool, einen grünen Papagei in der Hand.
Das exklusiv- exzentrische Leben der Schönen und Reichen mit all seinen erotischen wie kulinarischen Ausschweifungen hat Newton visuell begleitet. Und dabei bediente und hinterfragte er zugleich die Klischees.
Newtons Wegbegleiter
Wie bereits in früheren Ausstellungen der Helmut Newton Stiftung wird auch diesmal – parallel zu SUMO – das Werk von Newtons Wegbegleitern präsentiert. Mark Arbeit, George Holz und Just Loomis waren Studenten am Design College im kalifonischen Pasadena, als Newton sie Ende der 1970er Jahre kennen lernte, später assistierten sie ihm immer wieder.
Die drei wurden nun von June Newton eingeladen, in einer ersten gemeinsamen Ausstellung jeweils eine Auswahl aus ihrem eigenen photographischen Werk zu präsentieren; ergänzt wird dies durch so genannte Memorabilia, in denen auch die persönliche Nähe und jahrzehntelange Freundschaft zu Helmut und June Newton sichtbar wird.
Dauer der Ausstellung bis zum 31.01.2010
Kontakt
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Information
info@helmut-newton-foundation.org
Presse
Nadine Dinter
press@helmut-newton-foundation.org
Öffnungszeiten
Di - So: 10 - 18 uhr
Do: 10 - 22 uhr
Links
http://www.helmut-newton.de/aktuelle_ausstellungen/sumo/
de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Newton

