Die französische Publizistin und Politikerin Simone Veil, Präsidentin des Europäischen Parlaments von 1979 bis 1982, wird mit dem Heine-Preis 2010 der Landeshauptstadt Düsseldorf ausgezeichnet.
Der Heine-Preis zählt zu den bedeutendsten Literatur- und Persönlichkeitspreisen in Deutschland und wird seit 1972 verliehen; er ist mit 50.000 Euro dotiert. Zusammen mit dem Goethe-Preis der Stadt Frankfurt und dem Joseph-Breitbach-Preis (Mainz) hält er mit dieser finanziellen Ausstattung einen Spitzenplatz im deutschsprachigen Raum.
Am 13. Dezember - Heines 213. Geburtstag - wird Oberbürgermeister Dirk Elbers den Preis in einem Festakt im Rathaus überreichen. Die Laudatio auf Simone Veil hält Dr. Hans-Gert Pöttering, MdEP und ebenfalls Präsident des Europäischen Parlaments a.D. Die Heine-Preis-Jury, die ihre Entscheidung im Juli traf, begründete ihr Votum wie folgt:
"Der Heine-Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf 2010 wird verliehen an Simone Veil für ihr politisches und kulturelles Lebenswerk, in dessen Zentrum das Wachsen und der Zusammenhalt Europas stehen.
Zeit ihres öffentlichen Engagements ist sie für die Menschenrechte und die Verständigung der Völker eingetreten. Ganz im Sinne Heinrich Heines hat sie dazu beigetragen, Europa eine Seele zu geben."
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