Gesellschaft Freunde der Künste

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wie eine Reise in meine Kindheit…

Heidelberger Frühling 2010 - Lisa Batiashvili und das georgische kammerorchester am 26.03.2010

Morgen steht beim Heidelberger Frühling ein Konzert der Star-Geigerin Lisa Batiashvili mit dem Georgischen Kammerorchester und die Eröffnung des Heidelberger Atelier auf dem Programm. Das Atelier ist unser Forum für Neue Musik. In diesem Jahr ist der Finnische Komponist Magnus Lindberg (Composer in Residence bei den New York Philhamonics) zu Gast, dem wir ein Komponistenporträt widmen.

Wir vergeben erstmals einen mit 3.000 Euro dotierten Publikumspreis für junge Komponisten, und beim  neuenSymposion Lange Nacht der Musik (Symposion ist ein altgriechischer Azusdruck und bedeutet etwa so viel wiegeselliges Trinkgelage) kann man Neue Musik in entspannter Atmoshphäre mit einer Bar, Palmen und 150 Liegestühlen erleben angeregte Gespräche über das Gehörte erwünscht!

Lisa Batiashvili liebt ihr Heimatland. Die erfolgreiche Violinistin hat vor allem Georgiens Folklore in ihr Herz geschlossen. Auch die georgischen Komponisten des 20. Jahrhunderts standen der Tradition ihres Landes sehr nahe; ihre Musik spricht davon. In Sulchan Zinzadses Werken sind die folkloristischen Momente wie selbstverständlich eingebettet.

Seine „Miniaturen“ dringen in die ganz eigene Welt der georgischen Musik. Sie bilden gleichsam eine Miniatur des georgischen Lebensgefühls – eine Musik, die den warmen traditionell-volkstümlichen Klang mit den kompositorischen Errungenschaften des 20. Jahrhunderts verbindet.

„Diese Musik zu interpretieren, ist wie eine Reise in meine Kindheit…“ schwärmt die heute in München lebende Künstlerin. 2008 spielte sie die „Miniaturen“ zusammen mit dem Georgischen Kammerorchester unter Ariel Zuckermann auf CD ein.

Ihr bravuröses und feinsinnig-differenziertes Spiel wird durch das kongeniale Einfühlungsvermögen des Kammerorchesters zur Perfektion gebracht – ein Zusammenwirken, das die georgische Musik als solche erst entstehen lässt.

Diese schafft das Orchester auch mit Sulchan Nassidses Kammersinfonie. Sie ist geprägt von einer scharfen Idiomatik im Stile Bartóks. Die Georgier bleiben allerdings nicht unter sich. Sie treten in den europäischen Dialog:

Zum einen mit Mozarts Sinfonie KV 201 – ein Höhepunkt seiner frühen Instrumentalmusik; zum anderen mit Schuberts innig-romantischen „Rondo“ und dem virtuos dahinfliegenden „Rondo capriccioso“ von Saint-Saëns.

„Lisa Batiashvili spielt vital, stolz und immer nobel.“
(Süddeutsche Zeitung)

Lisa Batiashvili Violine Georgisches Kammerorchester Ariel Zuckermann Leitung

das programm:

  • Sulchan Nassidse (1927-1996)
    Kammersinfonie Nr. 3

  • Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
    Konzert für Violine und Orchester A-Dur KV 219

  • Sulchan Zinzadse (1925-1991)
    Miniaturen für Solovioline und Orchester

  • Peter I. Tschaikowsky (1840-1893)
    Streichsextett d-Moll op. 70 „Souvenir de Florence”

26.03.2010 |  Kongresshaus Stadthalle Heidelberg |  20:00 Preis: € 52,- | € 43,- | € 35,- | € 25,- | € 15,-

19.00 Uhr Vortrag mit Dr. Harald Eggebrecht

Zugabe: Öffentliches Künstlergespräch mit Jörg Tröger im Anschluss an das Konzert

Fotonachweis: Agentur

Karsten Füllhaase

Internationales Musikfestival Heidelberger Frühling gGmbH
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