Harper Regan, 41, verheiratet, Mutter einer fast erwachsenen Tochter, wohnt irgendwo im Niemandsland um London. Mit ihrem leidlich gut bezahlten Job hält sie die Familie über Wasser. Als ihr Vater im Sterben liegt, möchte sie ihn noch ein letztes Mal sehen. Doch ihr Chef verweigert ihr den nötigen Urlaub und droht mit sofortiger Kündigung, so dass sie in einer Nacht- und Nebelaktion abreist, ohne jemandem davon zu erzählen. Ihre Reise wird zu einer Odyssee zwischen Selbstzweifeln, Ängsten und Begierden …
»Eine Zeit lang schien ich davon besessen, Stücke über Menschen zu schreiben, die ihr Zuhause verlassen. Mittlerweile schreibe ich Stücke über Menschen, die nach Hause kommen. ›Harper Regan‹ ist das erste Stück, bei dem ich dieser Sehnsucht am nächsten komme«, sagt Simon Stephens über die Reise seiner Titelheldin. Simon Stephens ist der erfolgreichste britische Theaterautor seiner Generation und wurde von der deutschsprachigen Theaterkritik zum besten ausländischen Dramatiker der Saison 2006/2007 gewählt.
»Wenn ich auf mein Leben zurückblicke, überrascht
es mich. Ich blicke zurück und denke – diese Momente, über die ich nicht nachgedacht habe. Die Momente, in denen ich darauf gewartet habe, dass mein Leben beginnt. Die ganz normalen Momente. Die lähmenden
Momente der Banalität. Diese Momente, in denen man voller Erwartung ist. Da habe ich nicht auf mein Leben gewartet. Das war mein Leben.«
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