"Sein oder nicht sein": "Hamlet" ist Rachestück, Familientragödie und Politkrimi. In einer totalen Überwachungsgesellschaft sind Angst und Machtgier die treibenden Faktoren.
»Etwas ist faul im Staate Dänemark.« Der alte König ist tot, die Macht nun in den Händen seines Bruders Claudius, der gegen einen drohenden Angriff Norwegens mobil macht. In dieser Atmosphäre des Wandels und der Verunsicherung erscheint der Geist des toten Königs seinem Sohn Hamlet, offenbart ihm, dass er von Claudius ermordet wurde und drängt den Sohn zur Rache. Hamlet – zwar voller Hass auf den neuen König – hadert mit sich und der Welt, zaudert, zögert, schreitet nicht zur Tat.
»Hamlet« ist Rachestück, Familientragödie, Politkrimi – und mehr. Ineiner totalen Überwachungsgesellschaft, in der keiner dem anderen trauen kann, sind Angst und Machtgier die treibenden Faktoren. Hamlet selbst ist der Kristallisationspunkt des Aufeinanderprallens von Metaphysikund Politik. Er ist der »angry young man« der Renaissance, einer, der verzweifelt die Frage nach der Rolle des Individuums in einer sich auflösendenWelt stellt und daran doch nur zerbrechen kann.
Besetzung
Hamlet: Katharina Ley
Claudius: Hans-Georg Körbel
Gertrud: Nina Schopka
Polonius: Heiner Take
Laertes: Pit-Jan Lößer
Ophelia: Natalie Hanslik
Horatio: Benjamin Bieber
Rosencrantz: Ron Zimmering
Guildenstern: Anna Hopperdietz
Totengräber: Sabine Schramm
Aufführungen bis zum 28.10.2010
Kontakt
Saarländisches Staatstheater
Schillerplatz 1
66111 Saarbrücken
Telefon (0681) 3092 - 0
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