Gesellschaft Freunde der Künste

Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

Ein Liebermann-Bild im Kreuzfeuer der Kritik

Hamburger Kunsthalle - MONATSVORSCHAU Highlights im Mai 2010

Der Jesus-Skandal. Ein Liebermann-Bild im Kreuzfeuer der Kritik
18. April bis 18. Juli 2010
Saal der Meisterzeichnung

Mit der Ausstellung Der Jesus-Skandal widmet sich die Hamburger Kunsthalle
einem zentralen Ölgemälde: Der zwölfjährige Jesus im Tempel von 1879. Es handelt sich dabei um eines der bedeutendsten Werke Max Liebermanns (1847-
1935), das auf der Internationalen Kunstausstellung in München 1879 einen
Skandal auslöste.

Der jüdische Maler – so die damalige Kritik – habe sich an dem christlichen Thema des „zwölfjährigen Jesus im Tempel“ vergangen, vor allem, da er den Heiland als „jüdischen Lausebengel“ von der Straße charakterisiere. Das Bild hat bis heute nichts von seiner Bedeutung und seiner Spannung verloren und ist mit seinem Thema, das an die Wurzeln des Judentums wie des Christentums rührt, höchst aktuell.

„Himmel auf Zeit“. Kunst der 20er Jahre in Hamburg
28. März bis 27. Juni 2010
Hamburger Gang

Im Rahmen eines groß angelegten interdisziplinären Forschungs- und Vermittlungsprojekts zur Kultur in Hamburg der 1920er Jahre mit dem Titel Kulturfrühling „Himmel auf Zeit“ zeigt die Hamburger Kunsthalle die Vielfalt, die sich in der Kunstszene der Hansestadt nach dem Ende des Ersten Weltkrieges entfaltet hat.

Neben den Künstlern, die sich an der französischen Malerei orientierten, bildeten sich mit der Gründung der Sezession auch expressionistische Tendenzen, die später vom Magischen Realismus abgelöst wurden. Die Ausstellung präsentiert auch künstlerische Positionen, die weitest gehend in Vergessenheit geraten sind.

Gezeigt werden Gemälde und Skulpturen, sowie Arbeiten auf Papier von so unterschiedlichen Künstlern wie Friedrich Ahlers-Hestermann und Alma del Banco, Anita Rée, Rolf Nesch und Edgar Ende.

Pop Life. Warhol, Haring, Koons, Hirst,...
nur noch bis zum 9. Mai 2010
Galerie der Gegenwart

„Gute Geschäfte sind die beste Kunst“ – die Ausstellung Pop Life nimmt Andy
Warhols berüchtigte Provokation zum Ausgangspunkt, um das Vermächtnis der
Pop Art und den Einfluss ihrer bedeutendsten Vertreter vollkommen neu zu interpretieren.

Pop Life zeigt die verschiedenen Methoden, mit denen sich Künstler seit den 1980er Jahren auf die Massenmedien eingelassen haben, und wie sie dabei ihre künstlerische Persönlichkeit bewusst als „Marke“ geschaffen und kultiviert haben.

Die Verbindung von Kultur und Kommerz wird gemeinhin als Verrat an den Werten der modernen Kunst angesehen. Pop Life hingegen zeigt, dass für viele Künstler nach Warhol erst in dieser Verschmelzung eine Interaktion mit der gegenwärtigen Welt überhaupt möglich wird.

Sie schleusen sich getarnt in die Funktionsmechanismen des Produkt- und Informationskreislaufs ein und decken diese dabei auf, ohne selbst Position zu beziehen. Hierin liegt der doppelbödige, zugleich affirmative und kritische Gehalt von Pop Life.

Neben Werken von Andy Warhol werden Arbeiten von Keith Haring, Jeff Koons, Damien Hirst, Richard Prince, Martin Kippenberger, Tracey Emin, Takashi Murakami und anderen zu sehen.

Tipp im Mai

Veranstaltungen zu Geert Goiris. Whiteout and other stories

Mit Whiteout von Geert Goiris erhält die Hamburger Kunsthalle bereits zum elften Mal von der Bâloise-Gruppe ein preisgekröntes zeitgenössisches Werk für die ständige Sammlung. Anlässlich dieser Schenkung werden vom 6. Mai bis zum11. Juli eine mehrteilige Diaprojektion und Photographien des Künstlers in der Galerie der Gegenwart zu sehen sein.

Goiris’ Arbeiten zeugen von Reisen durch öde, dünnbesiedelte Landschaften am Rande der Zivilisation und erlauben Blicke auf beinah surreale, melancholische Szenen.

Zum Auftakt der Ausstellung wird am 6. Mai um 19 Uhr im Lichthof ein Gespräch
mit Lesung stattfinden (Geert Goiris, Nickel van Duijvenboden). Am 19. Mai, um 12 Uhr, findet eine Führung durch die Ausstellung statt.

Anschrift
Hamburger Kunsthalle
Glockengießerwall
D-20095 Hamburg
Tel. 040-428 131 200
Fax 040-428 54 3409
info@hamburger-kunsthalle.de
www.hamburger-kunsthalle.de

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr
Donnerstag 10 bis 21 Uhr
Montag geschlossen

Nina Mende 

Hamburger Kunsthalle
Glockengießerwall
20095 Hamburg

Tel. +49 (0)40-428 131 204
Fax +49 (0)40-428 542 978
E-Mail  presse@hamburger-kunsthalle.de
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