Cut. Scherenschnitte 1970-2010
12. November 2010 bis 6. Februar 2011
Galerie der Gegenwart
In den letzten Jahren ist der Scherenschnitt in der zeitgenössischen Kunst wieder höchst aktuell geworden. Interessant ist, wie unterschiedlich die Künstler formal und inhaltlich mit dem Medium des „Cut Out“ umgehen: Viele experimentieren mit ungewohnten Techniken und Materialien und erobern dabei den dreidimensionalen Raum. Von der rein flächigen Darstellung emanzipieren sie den Scherenschnitt zum räumlichen oder skulpturalen Objekt. Cut. Scherenschnitte 1970-2010 ist die erste Ausstellung der Kunsthalle, die sich ausschließlich dem zeitgenössischen Scherenschnitt widmet. Vorbild für die Arbeiten vieler junger Künstler sind die Scherenschnitte von Philipp Otto Runge (1777-1810), die parallel zur Ausstellung in der großen Retrospektive Kosmos Runge ab dem 3. Dezember zu sehen sind.
Kirchner
bis 16. Januar 2011
Hubertus-Wald-Forum
Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938), Gründungsmitglied der Künstlergruppe
„Brücke“ in Dresden, gehört zu den einflussreichsten deutschen Künstlerpersönlichkeiten der Klassischen Moderne. Als Wegbereiter der expressionistischen Kunst erzielte er besonders im Bereich der Druckgraphik die innovativsten Formlösungen seiner Zeit. Die Ausstellung bietet einen repräsentativen Überblick über seine wichtigsten Schaffensphasen: das Frühwerk mit Atelier- und Straßenszenen aus Dresden und Berlin, die Sommeraufenthalte auf der Ostseeinsel Fehmarn sowie das in Davos entstandene Spätwerk. Im Mittelpunkt stehen selten gezeigte
Zeichnungen und Druckgraphiken, die größtenteils aus Privatsammlungen stammen und durch den hochkarätigen Bestand der Hamburger Kunsthalle ergänzt werden. Diese Zusammenschau von Zeichnungen, Graphik und Gemälden veranschaulicht den Schaffensprozess des Künstlers sowie erstmals auch Kirchners Verhältnis zu Hamburg.
Rodney Graham. Through the Forest
bis 30. Januar 2011
Galerie der Gegenwart
Die Ausstellung widmet sich dem virtuosen Spiel des kanadischen Künstlers Rodney Graham (*1949) mit Realität und Fiktion in rund 100 Werken aus der Zeit zwischen 1978 und 2008. Dabei lässt die Retrospektive bewusst einige Arbeiten von Graham aus, die in letzter Zeit häufiger in Ausstellungen zu sehen waren und legt einen Schwerpunkt auf seine früheren Arbeiten, die „angeeigneten“ Arbeiten und einige der weniger bekannten Filmarbeiten des Künstlers. Rodney Graham benutzt alle Arten von Medien – Bücher, Video, Skulptur, Maschinen und Geräte, Malerei, Fotografie, Installation, gedrucktes Material oder Musik – um Arbeiten zu produzieren, die die Wahrnehmung, die Autorschaft und Schlüsselkonzepte der Kunstgeschichte herausfordern und mit diesen Aspekten spielen.
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