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3. Sonderkonzert: Moretti und Beethoven

Hamburg - Tobias Moretti liest aus Goethes »Egmont«, - Bertrand de Billy dirigiert Werke von Beethoven

Hamburg, -»Bloß aus Liebe zum Dichter«, so Beethoven, habe er seine Schauspielmusik zu Goethes »Egmont« geschrieben. Der Komponist bewunderte die Werke des Dichters zutiefst. Zu dessen Freiheitsdrama »Egmont« komponierte Beethoven eine Ouvertüre und neun weitere abwechslungsreiche Orchesterstücke.

Persönlich begegneten sich der Komponist und der Dichter nur ein einziges Mal, im Sommer 1812. Im 3. Sonderkonzert der Philharmoniker treffen am 20. Februar die Werke der beiden Künstler aufeinander. Das Orchester der Hansestadt spielt Beethovens Schauspielmusik, Tobias Moretti liest Auszüge aus Goethes Drama.

Der österreichische Schauspieler ist sowohl für Film- als auch Theaterproduktionen gefragt. Zuletzt war er in Oskar Roehlers »Jud Süß – Film ohne Gewissen« und am Wiener Burgtheater als Faust zu erleben.

Außerdem führte er bei verschiedenen Musiktheaterproduktionen selbst Regie, u. a. inszenierte er Haydns »Il Mondo della Luna« unter Nikolaus Harnoncourt am Theater an der Wien.


Obwohl Goethe die Werke Beethovens nicht ebenso sehr schätzte wie der Komponist die Werke des Dichters, war Goethe beeindruckt von Beethovens 5. Sinfonie. Nach einer Aufführung äußerte er: »Das ist sehr groß, ganz toll, man möchte fürchten, das Haus fiele ein«.

Die Fünfte, auch »Schicksalssinfonie« genannt, steht außerdem auf dem Konzertprogramm. Die Musikalische Leitung hat Bertrand de Billy. Der französische Dirigent ist regelmäßig an den Opernhäusern in Wien, Berlin, München, London, Brüssel und New York zu Gast. Zuletzt leitete er als Chefdirigent das RSO Wien.

Zuvor war er Chefdirigent des Gran Teatre de Liceu Barcelona. Im Mai 2008 gab er mit Werken von Berlioz sein Debüt am Pult der Philharmoniker Hamburg.


3. Sonderkonzert: Moretti und Beethoven
Sonntag, 20. Februar 2011, 11.00 Uhr
Laeiszhalle (Großer Saal)

Musikalische Leitung: Bertrand de Billy
Sopran: Katerina Tretyakova
Sprecher: Tobias Moretti

Ludwig van Beethoven: Schauspielmusik zu Goethes »Egmont« op. 84
Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67 »Schicksalssinfonie« 

Karten von 14 bis 50 Euro sind an der Tageskasse der Hamburgischen Staatsoper, unter der Telefonnummer 040 / 35 68 68, im Internet unter www.philharmoniker-hamburg.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Anja Bornhöft 
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