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vermieter können eine plage sein

Hamburg: Opernloft braucht dringend neues Zuhause

Zwei Premieren bis auf weiteres verschoben. Nach einer Abmahnung durch den Vermieter Terrania AG sucht das Wandsbeker Opernloft dringend neue Räumlichkeiten. Grund für die Auseinandersetzung ist der Besucherverkehr, der seit der ersten Spielzeit 2007/08 stetig steigt. Vor allem Kinder werden von einigen Nachbarn im Gewerbehof an der Conventstraße als störend empfunden.
Intendantin Inken Rahardt: „Wir haben einen Teppich zur Lärmdämmung ausgelegt und stellen Bitte-Ruhe-Schilder auf. Doch es kommt vor, dass Kinder nach der Zauberflöte die Melodien im Treppenhaus weitersingen. Das ist einvöllig natürliches Verhalten, das wir weder verbieten können noch wollen.“

Nette Nachbarn? Nicht in der Conventstraße 8-10. Im Gewerbehof, der neben dem Opernloft, zwei Diskotheken, ein Kampfsportstudio,Handwerksbetriebe und Musikstudios beherbergt, haben sich zwei Mieter gegen das Opernloft verschworen. Der eine dreht immer mal wieder seine HiFi-Anlage so laut auf, dass die natürlichen, nicht verstärkten Opernstimmen gegen die Bässe keine Chance haben.
Gestörte Opernaufführungen sind die Folge. Der andere findet es offenbar lustig, Opernbesucher auf dem Klo einzuschließen.
Als Grund für ihr Verhalten geben diese Mieter, von denen einer im Gewerbekomplex wohnt, den steigenden Besucherverkehr an. Und als besonders störend empfinden sie Kinder. Grotesk für das Opernhaus für Kinder, Jugendliche und Operneinsteiger, das sich mit Kurzopern für Erwachsene und Opern für Kinder einen Markt erobert hat.
Dabei hat das Opernloft oft selbst mit Lärm zu kämpfen. Gegen Kampfschreie und Disko-Beats, die über den Hof ins Opernloft dringen, wurden kürzlich Fenster eingebaut, die vom Bezirksamt Wandsbek finanziert wurden. Kehrt nun Ruhe ein? Nein. Im Gegenteil. Der Mieter Opernloft wurde vom Vermieter abgemahnt
und aufgefordert vor allem die Belästigungen durch den Besucherverkehr zu beseitigen.

„Das sind keine Bedingungen unter denen wir uns weiter entwickeln können. Das Opernloft ist so hervorragend gewachsen. Unsere Besucherzahlen steigen stetig. Die Kritiken sind gut. Wir sind in die staatliche Förderung aufgenommen worden. Umso schlimmer, dass all das jetzt durch ein paar Kleingeister zerstört werden soll“, sagt
Intendantin Inken Rahardt.
Zwei Premieren wurden nun bis auf weiteres verschoben: die für Juli geplante Produktion nach Henry Purcells The Fairy Queen für Kinder ab drei Jahren und Verdis La Traviata als OperaBreve für Erwachsene, zu der die Proben bereits begonnen hatten. Inken Rahardt: „Durch die ungeklärte Situation muss das Opernloft alle
nicht geförderten Produktionen zunächst auf Eis legen. Denn es ist unklar, was der Umzug kosten wird. Da die Umbaumaßnahmen im Opernloft in den vergangenen zwei Jahren bisher mehr als 50.000 Euro verschlungen haben, müssen wir jetzt sparen und Rücklagen für neue Räume bilden.“

An das neue Zuhause stellt das Opernloft präzise Anforderungen: Die Halle sollte mindestens 400 m² groß und 6 Meter hoch sein. Sie sollte östlich der Alster liegen und gut mit U- und S-Bahnen erreichbar sein.
Angebote bitte an:
info@opernloft.de oder Tel. 25 49 10 40.


Die nächste Premiere im Opernloft: Romeo reloaded, Electr‘Opera nach Gounod und Bellini, 26.5.,19 Uhr.
Bereits für La Traviata gekaufte Karten können zurückgegeben oder für eine andere Vorstellung eingetauscht werden.


An den Traviata-Terminen werden andere Opern gespielt:


19.04.09 um 18 Uhr Puccini: La Bohème – OperaBreve
08.05.09 um 20 Uhr Bizet: Carmen – OperaBreve
09.05.09 um 20 Uhr Wagner: Der Ring des Nibelungen –OperaBreve

Infos unter: www.opernloft.de