Der Ende August verstorbene Kulturjournalist Werner Burkhardt, der sich als Musiksammler, Theaterkritiker und jahrzehntelanger Korrespondent der Süddeutschen Zeitung einen Namen machte, hat in seinem Testament, die Hamburgische Kulturstiftung mit einem neuen Musikpreis bedacht.
Gesa Engelschall, die Vorsitzende der Kulturstiftung teilte diese Woche mit, dass die mit 10.000 € dotierte Auszeichnung alle 2 Jahre verliehen wird. Verliehen wird die Auszeichnung an junge Nachwuchskünstler/ innen in den Sparten Jazz oder Klassik.
Wenn man bedenkt, dass ein Kulturkritiker mit Sicherheit nicht zu den vermögendsten Leuten in Deutschland zählt (da haben sehr viele sehr sehr viel mehr) ist es eine vorbildliche Haltung an der sich mehr Bürger orientieren sollten, wenn sie etwas zu vererben haben.
Sobald die ersten Preisträger/innen feststehen, werden wir hierüber berichten.
Infos zur Hamburger Kulturstiftung unter: www.kulturstiftung-hh.de
In seinem Buch „Klänge, Zeiten, Musikanten. Ein halbes Jahrhundert Jazz, Blues und Rock“ (2002 erschienen im Oreos-Verlag) hat Werner Burkhardt seine schönsten Reportagen, Essays und Portraits der letzten Jahrzehnte ausgewählt: Texte über Keith Jarrett ebenso wie über Frank Sinatra, James Brown, Duke Ellington oder Jimi Hendrix, die Marsalis-Brüder, Ella Fitzgerald, die Beatles, die Stones oder - Jessye Norman! Dazu als unterhaltsame Zwischenakte einige brillante musikalische Reiseberichte aus den USA. Eine besondere Bereicherung dieses sehr kostbar ausgestatteten Buches sind die erlesenen Portraitphotos, die zum größten Teil aus der Kamera des weit über Jazzkreise hinaus bekannten Josef Werkmeister stammen.
GFDK, 26. Oktober 2008
Infos unter: www.oreos.de/burkhardt_autor.htm
Zu beziehen bei www.amazon.de

