Gesellschaft Freunde der Künste

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am Dienstag, 13. Dezember 2011

Hamburg macht lust auf das LELBJAZZ Festival 2012 - Ankerwurf mit dem Pianisten Ian Shaw

Mit den sogenannten Ankerwürfen – kleine, eigens organisierte und über das Jahr verteilte Veranstaltungen – macht ELBJAZZ Lust auf das jeweils kommende Festival.

„Vor dem Festival ist nach dem Festival“ könnte das Motto dieses Ankerwurfs sein, wird doch über die Auswahl des Künstlers auch ein Rückblick auf 2011 geliefert: Am 13. Dezember 2011 tritt Pianist Ian Shaw im Park Cafe Schöne Aussichten in Hamburg auf.

Wenn Ian Shaw singt, bleibt kein Auge trocken. Das wissen alle, die ihn im vergangenen Mai bei seinem gelungenen ELBJAZZ-Auftritt erlebt haben. Grund genug, den Künstler nun erneut aus London einzufliegen! Zuerst weint man vor Lachen, weil in den Ansagen und Kommentaren dieses „Boy George des Jazzgesangs“ immer wieder sein famoser britischer Humor durchblitzt.

Im nächsten Moment ist man zutiefst gerührt, weil der zweimalige „Beste Jazzsänger“ bei den BBC Jazz Awards so unglaublich viel Seele und Spontaneität in seine Songinterpretationen von Joni Mitchell bis Chick Corea packt.

Am besten funktioniert die „Shaw“-Magie übrigens, wenn sich der Mann aus London selbst an bis zu achtundachtzig Tasten begleitet – was natürlich auch beim anstehenden Ankerwurf der Fall sein wird. Im Anschluss an das Konzert wird mit der „Bossa Nova Experience“ und groovigem Brasil und Pop vom Plattenteller weitergefeiert.

Der Ankerwurf wäre aber kein echter Wurf, würde mit ihm nicht auch die Vorfreude auf das kommende ELBJAZZ Festival gesteigert, das 2012 am Pfingstwochenende, 25. und 26. Mai, stattfindet. Die ersten Namen des Line-Up stehen fest:

Unter anderem werden Rolf & Joachim Kühn, Jazzanova, Mulatu Astatke, Das Kapital und Nils Wogram Ende Mai nächsten Jahres auf einer der insgesamt zehn Bühnen im Hamburger Hafen auftreten und verdeutlichen, wofür ELBJAZZ auch im dritten Jahr seines Bestehens steht: Internationaler Jazz in all seinen Facetten.

Bereits 18 Künstler bzw. Bands sind bisher bestätigt. Das vielfältige Programm in 2012 reicht dabei von verschiedenen Ensembles mit dem Pianisten Joachim und dem Klarinettisten Rolf Kühn, den erfolgreichsten Brüdern der deutschen Jazzgeschichte, bis zur achtköpfigen Band von Mulatu Astatke, dem „Meister des Ethio-Jazz“ aus Addis Abeba, dessen magische Melodien spätestens seit dem Soundtrack des Jim Jarmusch-Films „Broken Flowers“ in aller Ohren sind.

Der Sänger und Entertainer Curtis Stigers aus Idaho, den die New York Times auch wegen seiner Vorgeschichte als 1990er-Popstar einen „Pop-Jazz-Hipster“ nennt, wird die großen Gefühle zwischen Blues und Bebop beschwören, während Elina Duni, die große, dunkle Stimme aus Albanien, ihre „fröhliche Traurigkeit“ (NZZ) mit ihrer Band um den Pianisten Colin Vallon zum Klingen bringt.

Aus Schweden kommen die spontane Sinnessängerin Viktoria Tolstoy mit ihren „Letters to Herbie“ und der gnadenlose Pianist Jacob Karlzon mit seinem Trio.

Der umtriebige Posaunist Nils Wogram wird nicht nur mit seinem Trio Nostalgia bei ELBJAZZ zu sehen sein – aber mehr sei noch nicht verraten. Der holländische Walzer-Groove-Boy Hamel – ein Publikumsfavorit bei ELBJAZZ 2010 – kommt mit seinem neuen Album „Lohengrin“ zurück an die Elbe.

Die Experimentierfreudigkeit ist nicht das einzige, was den Vibraphonisten Pascal Schumacher mit dem Pianisten Francesco Tristano verbindet, es ist auch ihre luxem-burgische Herkunft – als Duo allerdings feiern sie bei ELBBJAZZ Premiere.

Der britische Komponist und Keyboarder Colin Towns, der 2011 seine „Hafensinfonie“ mit der NDR Big Band in der Maschinenhalle bei Blohm+Voss präsentierte, stellt 2012 seine Band „Blue Touch Paper“ vor, deren cineastischer Jazz-Funk auch nach Portis- oder Radiohead klingen kann.

Der Saxophonist Johannes Enders, ein sagen-umwobenes Mitglied fast aller wichtigen Bands aus Weilheim, fliegt für „Billy Rubin“ den 71-jährigen Drummer Billy Hart aus New York ein, unter dessen gut 500 Alben sich etliche mit Legenden wie Jimmy Smith, Herbie Hancock, Wes Montgomery oder Branford Marsalis finden.

Eben noch in Schanghai oder Baku gefeiert, wird die fantastische Live-Band des Berliner Kollektivs Jazzanova ebenso im Hafen auftreten wie „Cinemascope“, das grandiose youtube-Live-Remix-Projekt des schwedischen Saxophonisten Nils Berg, die norwegische Elektro-Avantgarde-Kultband Supersilent um den Trompeter Arve Henriksen und „Das Kapital“, das innovative Trio mit dem deutschen Saxofonisten Daniel Erdmann, dem dänischen Gitarristen Hasse Poulsen und dem französischen Schlagzeuger Edward Perraud, das 2012 sein zehnjähriges Bestehen feiert.

Darüber hinaus werden zwei weitere ganz besondere musikalische Entdeckungsreisen geboten: „Vogelperspektive“ nennt der österreichische Spitzendrummer und Produzent Alfred Vogel sein Programm, bei dem dieser Meister der „entspannten Avantgarde“ einige seiner aufregendsten Formationen vorstellen wird.

Der soeben mit dem Ritter-Preis ausgezeichnete Saxophonist und Komponist Gabriel Coburger sorgt einen Abend lang für „Fat Jazz“ – mit aufregenden Neuentdeckungen und bewährten Lokalhelden.

Nach dem großen Erfolg der Premiere 2010 und einer Steigerung der Besucherzahlen um rund 50 % im zweiten Jahr, geht das ELBJAZZ Festival im kommenden Jahr in die dritte Runde. Am Pfingstwochenende 2012 verwandelt sich der Hamburger Hafen erneut in eine gigantische Jazzbühne:

Rund 50 Konzerte, zehn außergewöhnliche Spielorte, ein umfangreiches Rahmenprogramm und jede Menge Hafenflair machen das ELBJAZZ Festival zum einzigartigen Erlebnis.

Gespielt wird Open Air und indoor auf kleinen und großen Bühnen an ungewöhnlichen Orten im Hafen und der HafenCity. Vom loungigen Theater über das imposante Werftgelände von Blohm + Voss bis zum ehrwürdigen Stückgutfrachter erobert das Festival neue Räume für den Jazz.

Zwischen den einzelnen Bühnen können die Besucher mit Barkassen pendeln – eine ganz besondere Hafenrundfahrt ist beim ELBJAZZ Festival also ebenfalls inklusive.

Das Konzert im Park Cafe Schöne Aussichten in Hamburg macht Lust auf das ELBJAZZ Festival 2012 – dafür sind erste Künstler bestätigt, darunter Rolf & Joachim Kühn, Jazzanova, Mulatu Astatke, Das Kapital und Nils Wogram. 

Ankerwurf mit Ian Shaw

Dienstag, 13. Dezember 2011 · Park Cafe Schöne Aussichten · Gorch-Fock-Wall 4 · 20354 Hamburg
Einlass 18.30 Uhr · Beginn 19.30 Uhr

Tickets sind für 18 Euro (zzgl. Gebühren) auf www.eventim.de sowie in Hadley’s Café Bar (www.hadleys.de) erhältlich.

Ab ca. 21.30 Uhr Beginn der Brazil-Night „Bossa Nova Experience“ (freier Eintritt)

Mara Horstmann
Public Relations

mara.horstmann@fkpscorpio.com