Mit einer Hamburger Erstaufführung eröffnet das Festival »Fazıl Say –
Türkische Nächte / Türk Geceleri« im Mai. Sein erstes Violinkonzert »1001 Nights in the Harem« widmete Fazıl Say der Geigenvirtuosin Patricia Kopatchinskaja.
Wie Scheherazade in dem Märchen »Tausendundeine Nacht« nimmt die Sologeigerin hier den Part der unermüdlichen Erzählerin ein, die den
Sultan bzw. das Publikum in ihren Bann schlägt. Dazu passend: Die Ouvertüre
zu Mozarts Orient-Oper »Die Entführung aus dem Serail«.
Und nach dem Komponisten Fazıl Say ist dann auch der Pianist Fazıl Say mit dem hochromantischen Klavierkonzert Nr. 2 von Camille Saint-Saëns zu hören.
Geboren 1970 in Ankara, Türkei, studierte Fazıl Say Klavier und Komposition
am dortigen Staatlichen Konservatorium, erhielt ein fünfjähriges Stipendium in
Düsseldorf mit David Levine und komplettierte seine Studien am Berliner
Konservatorium.
1994 gewann er die Young Concert Artists International Auditions, was den raschen Start seiner internationalen Karriere bedeutete. Seine Diskographie umfasst Gershwins »Rhapsody in Blue« und »I got Rhythm Variations« mit den New York Philharmonic und Kurt Masur, ein Bach-Recital sowie Strawinskys eigene Bearbeitung für 4 Hände des »Le Sacre du Printemps«, eine Aufnahme, bei der Fazıl Say beide Parts spielt.
Der Echo-Preisträger (Klassik 2001) ist auf den internationalen Festival-Konzerthausbühnen ein willkommener Gast. Er spielte auf den Festivals in Edinburgh, Athen, Montpellier, Prag und Cannes und Montreux, u.a. in der Londoner Wigmore Hall, im Concertgebouw Amsterdam, Konzerthaus Wien, Suntory Hall Tokyo.
Patricia Kopatchinskaja wurde in Moldawien geboren, beide Eltern sind
Musiker. Sie studierte Komposition und Violine in Wien und Bern (u.a. bei
E. Tschugaeva und Igor Ozim). Im Jahr 2000 gewann sie den Internationalen
Henryk Szeryng-Wettbewerb in Mexico, 2002 den hochdotierten »International
Credit Suisse Group Young Artist Award«.
2002/2003 vertrat sie Österreich in der Konzertserie »Rising Stars« mit Auftritten in vielen Weltmetropolen. 2004 wurde ihr der »New Talent - SPP Award« der European Broadcasting Union (EBU) verliehen und 2006 der »Förderpreis Deutschlandfunk«.
Solistisch ist Kopatchinskaja mit den führenden Orchestern wie den Wiener
Philharmonikern, dem Mozarteum-Orchester Salzburg, Philharmonia Orchestra
London, Deutsches Symphonieorchester Berlin, dem Mahler Kammerorchester,
Zürcher Kammerorchester, Stuttgarter Kammerorchester, Orchestre des
Champs-Elysées, Finnisches Radio-Symphonieorchester, Tschaikowsky
Symphonieorchester Moskau, Tokyo Philharmonic) aufgetreten.
Sie gastierte in den bedeutenden Konzertsälen u.a. in der Carnigall Hall und dem Lincoln Center in New York, im Wiener Musikverein, in der Berliner und Kölner Philharmonie und im Amsterdamer Concertgebouw.
Kopatchinskaja ist selbst Komponistin und besitzt die Gabe, zeitgenössische Musik einem breiten Musikpublikum zugänglich zu machen. Ihr Repertoire umfasst zahlreiche Uraufführungen, darunter eigens für sie komponierte Konzerte von Johanna Doderer, Otto M. Zykan, Gerald Resch und Gerd Kühr.
Dienstag, 25. Mai 2010 / 20.00 Uhr / Laeiszhalle / Großer Saal
Fazıl Say – Türkische Nächte / Türk Geceleri
»1001 Nights in the Harem«
Patricia Kopatchinskaja Violine
Fazıl Say Klavier
Luzerner Sinfonieorchester
Ibrahim Yazıcı Dirigent
Ulvi Cemal Erkin: Kocekce
Fazıl Say: Violinkonzert »1001 Nights in the Harem«
Wolfgang Amadeus Mozart: Ouvertüre zur Oper »Die Entführung aus
dem Serail«
Camille Saint-Saëns: Klavierkonzert Nr. 2 g-moll op. 22
€ 55 / 47 / 37 / 26 /14 / 7
Improvisationen
€ 12 (Für Besucher des Konzertes um 20.00 Uhr ist der Eintritt frei.)
Veranstalter der Elbphilharmonie Konzerte:
Abonnements und Karten unter www.elbphilharmonie.de
und im Elbphilharmonie Kulturcafé am Mönckebergbrunnen, Barkhof 3,
20095 Hamburg, Tel: + 49 40 357 666 66, Fax + 49 40 357 666 888,
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