Für alle Langplaner: Am 12. Februar 2011 startet unser heiß ersehntes Finnen-Festival Rantakala und weckt Sie garantiert aus dem Winterschlaf. Eine Woche lang gibt’s in den verschiedensten Locations entlang der Reeperbahn und auf Kampnagel faszinierende Einblicke in die aktuelle finnische Musikszene, präsentiert von Festival-Kurator Jimi Tenor.
Neben dem Jazz-Saxofonisten und Ex-Techno-Guru mit von der Partie sind unter anderem der sympathische Wundergeiger Pekka Kuusisto, der Akkordeon-Berserker Kimmo Pohjonen, das Streichquartett Meta4, die Bigband UMO und die Folk-Fiedler von JPP. Karten und Infos gibt es ab sofort hier.
Wir bleiben in Skandinavien, überqueren aber die Ostsee in westlicher Richtung, erreichen so Schweden und damit das Geburtsland von Martin Tingvall, dem Pianisten des gleichnamigen Jazz-Trios, das inzwischen allerdings in Hamburg beheimatet ist.
Ein schwedischer Pianist, ein Bassist aus Kuba und ein deutscher Drummer bilden dabei eine spannende Mischung, die auch den letzten Eiszapfen zum Schmelzen bringt.
Ein bisschen merkwürdig sind sie ja schon, die Finnen. Sie haben Sportarten wie Handy-Weitwurf oder Schlamm-Fußball erfunden; die jährliche Luftgitarren-WM zieht Tausende begeisterter Fans an.
Vielleicht liegt es an der Weite des Landes (fast so groß wie Deutschland, aber nur 5 Mio. Einwohner) und an der langen Polarnacht, dass die Bräuche hier besonders exzentrisch sind – oder besonders liebenswert.
Beim Rantakala (»Strandfisch«) zum Beispiel wird frisch gefangener Fisch direkt am Strand in großen Töpfen über dem offenen Lagerfeuer gekocht, dazu viel gesungen und getrunken. Wunderbar. Die Elbphilharmonie tut nun Butter bei die Fische und bringt Rantakala in musikalischer Form an die Elbe.
Im Zentrum steht dabei Jimi Tenor, Elektro-Guru, versierter Jazzmusiker und kreatives Mastermind. Für Rantakala hat er – neben seinen eigenen Auftritten – einen bunten Haufen finnischer Künstler zusammengetrommelt:
den vielseitigen Geiger Pekka Kuusisto, den Akkordeon-Berserker Kimmo Pohjonen, die legendäre Bigband UMO, die Folk-Fiedler von JPP, das Streichquartett Meta4 und viele mehr. Da sage noch einer, die spinnen, die Finnen.
»Die finnische Musikszene ist so kreativ und bunt, wie wir uns das Programm der Elbphilharmonie vorstellen«, sagt Christoph Lieben-Seutter, Generalintendant von Laeiszhalle und Elbphilharmonie Hamburg.
»Wir werden unterschiedliche Musik verschiedener Stilrichtungen vorstellen. Es ist ein Mischmasch. Finnen sind neugierige Menschen und lassen sich sehr gerne von anderen Kulturen beeinflussen.
Dies wird man definitiv im Musikprogramm von »Rantakala« hören und auch sehen!«, ergänzt Jimi Tenor. Zwischen Hamburg und Helsinki gibt es viele Gemeinsamkeiten: Beide Städte liegen am Wasser und realisieren mit ihren entstehenden Konzerthäusern gerade gigantische Bauprojekte.
Und die Menschen beider Städte stehen in dem Ruf, besonders kühl und ruhig zu sein. Dass dies längst nicht auf alle Bewohner Helsinkis (und natürlich auch nicht auf alle Hamburger) zutrifft, wird man beim Finnen-Festival »Rantakala« hautnah miterleben können.
Denn Finnland hat musikalisch weitaus mehr zu bieten als den großen Komponisten Jean Sibelius. Gemessen an seiner geringen Bevölkerungsdichte gibt es weltweit kein zweites Land, das so viele Komponisten, Dirigenten, Sänger und Weltklasse-Orchester vorweisen kann. Heute sind in Finnland mit seinen nur 5,3 Millionen Einwohnern etwa 30 Berufsorchester aktiv.
Und so ist »Rantakala« fast schon ein Treffen unter Freunden, denn in der überschaubaren Musikszene Finnlands kennt jeder jeden. Wie beim traditionellen alljährlichen »Rantakala« (»Strandfisch«), bei dem man sich mit Freunden am Wasser trifft und selbstgefangenen Fisch über dem Lagerfeuer in großen Töpfen voll flüssiger Butter kocht.
Dabei wird erzählt, getrunken und gesungen. Die Selbstverständlichkeit und Freude des Musizierens, das Wechselbad zwischen Melancholie und Feierlaune sowie ein liebenswerter Hang zur Skurrilität machen die sympathischen Künstler und ihre Musik aus dem hohen Norden so einzigartig.
Treffpunkt und Zentrum des Finnen-Festivals »Rantakala« bildet die »hausbar « im Schmidt Theater, direkt neben dem St. Pauli Theater. Hier kann das Publikum nach der Show mit den Künstlern zusammentreffen und mit ihnen und anderen Konzertbesuchern fachsimpeln.
Oder Sie lassen den ereignisreichen Abend einfach entspannt ausklingen und beobachten das Treiben auf dem Spielbudenplatz.
»Rantakala – Das Finnen-Festival« der Elbphilharmonie Konzerte findet mit freundlicher Unterstützung der Stella Group, der BMW Niederlassung Hamburg, Treston, der Luses Foundation for Promotion of Finnish Music, dem Finnischen Generalkonsulat in Hamburg, dem Finnland-Institut, Berlin und last but not least der Stiftung Elbphilharmonie statt.
Medienpartner sind das Stadtmagazin Szene Hamburg und das Internet-Radio ByteFM. Vielen Dank! / Paljon kiitoksia!
Konzertübersicht »Rantakalar
Sa, 12.02.2011 / 20 Uhr / Grünspan
Jimi Tenor & Tony Allen
€ 22 / erm. € 14
So, 13.02.2011 / 20 Uhr / St. Pauli Kirche
Meta4
€ 22 / erm. € 14
Mo, 14.02.2011 20 Uhr / St. Pauli Kirche
Kuára: Markku Ounaskari & Samuli Mikkonen
€ 22 / erm. € 14
Di, 15.02.2011 / 20 Uhr / Docks
JPP
€ 22 / erm. € 14
Di, 15.02.2011 / 22.30 Uhr / Prinzenbar
Lau Nau Trio
€ 10 / erm. € 5
Mi, 16.02.2011 / 20 Uhr / St. Pauli Theater
Pekka Kuusisto & Ensemble Resonanz
€ 16 / erm. € 8
Do, 17.02.2011 / 20 Uhr / Schmidt Theater
NDR Bigband & Kalle Kalima • Verneri Pohjola & Band
€ 22 / erm. € 14
Fr, 18.02.2011 / 20 Uhr / Kampnagel
Kimmo Pohjonen: Accordion Wrestling
€ 22 / erm. € 14
Fr, 18.02.2011 / 22.30 Uhr / Uebel & Gefährlich
Jimi Tenor & Pekka Kuusisto • Desto
€ 10 / erm. € 5
Sa, 19.02.2011 / 19 Uhr / Docks
UMO & Jimi Tenor & Pekka Kuusisto
€ 22 / erm. € 14
12.-19. Februar 2011 / Rantakala – Das Finnen-Festival
Details und Tickets
HamburgMusik gGmbH - Elbphilharmonie und Laeiszhalle Betriebsgesellschaft
Johannes-Brahms-Platz, 20355 Hamburg
Telefon: +49 40 357 666 0, Fax: +49 40 357 666 43
Email: info@elbphilharmonie.de

