In ›Gustavia‹ arbeiten zwei Choreografinnen mit völlig unterschiedlichen Tanzbiografien und doch sehr ähnlichen Gedanken und Fragen zur Zukunft der Performance-Kunst erstmals zusammen: Gemeinsam nehmen sich Mathilde Monnier und La Ribot die Techniken und Codes der klassischen Burleske – wie sie in den Filmen von Jacques Tati, Charlie Chaplin oder den Marx Brothers auftauchen – als Kunst der Verwandlung und des Rollentauschs vor. Sie untersuchen diese auf ihre Anwendbarkeit im Tanz und stellen fest, dass die komischen Elemente, die die Burleske geradezu exponiert, beim Tanz normalerweise versteckt werden. Mit der energetischen Körpersprache des Possenspiels und ihrem eigenen charakteristischen Sinn für Humor lassen die beiden weltbekannten Choreografinnen in ihrem Duett dabei auch zeitlose Themen wie Frausein in der Gesellschaft, Tod, Theater und Selbstdarstellung nicht aus.
Die Doppelfigur Gustavia versucht durch den indirekten Gebrauch der grotesken Techniken der Burleske ihr Metier sowie die Verbindungen zwischen zeitgenössischer Kunst und dem Leben zu beschreiben und stellt schlussendlich die durchaus ernst gemeinte Frage: Kann man als Künstlerin heute noch Einfluss auf die Gesellschaft nehmen?
Termine: 26. und 27.9.2009 jeweils um 20 Uhr
Location: PACT Zollverein, Essen
Infos unter: www.ruhrtriennale.de/de/programm/2009/gustavia
Von und Mit
Bühne
Kostüme
Licht
Eric Wurtz
Musik
Mouse on Mars, Square Pusher, Cristian Vogel, Mathiew Ship, Olivier Renouf
Sound
Spielstätte

