Hamburg - Noch bis 17. September 2011 zeigt das Altonaer Theater die Erfolgsproduktion "Hello, I'm Johnny Cash" mit Gunter Gabriel (Johnny Cash) und Helen Schneider (June Carter-Cash) in den Hauptrollen.
Johnny Cash ist eine amerikanische Ikone. Jeder kennt seine Lieder, sein Leben wurde verfilmt, und seine Stimme, schwärmte Bob Dylan, "schien aus dem Mittelpunkt der Erde zu kommen". Der Südstaaten-Farmersohn fand seine Liebe zur Gitarre und zur Musik während seines Aufenthalts als US-Soldat in Deutschland.
Johnny Cash, der 1953, in Landsberg am Lech, bereits seinen ersten Song geschrieben hatte, war Ende der 1960er-Jahre noch erfolgreicher als die Beatles.
Hunderte Schallplattenaufnahmen weltweit beweisen die Ausnahmestellung des Musikers, der 1980 48-jährig als jüngster lebender Künstler die höchste Auszeichnung der Country Music erhielt: die Aufnahme in die Country Music Hall of Fame. Sein Leben ist wie ein Roman: voller Höhen und Tiefen.
Als "Man in Black" wurde Johnny Cash zur lebenden Legende, der trotz tiefster Abstürze immer wieder einen Weg nach ganz Oben fand. Sein Leben war eine Achterbahnfahrt zwischen Weltruhm und Drogenabsturz, religiösem Eifer und Entzug. Wenn er zur Gitarre griff und die Bühne betrat, begrüßte er sein Publikum mit den Worten: "Hello, I'm Johnny Cash". Als er starb, trauerte die Musikwelt.
Er gilt als eine der einflussreichsten Gestalten der amerikanischen Musik- und Popkultur. Menschen aller Altersstufen sind nach wie vor von ihm fasziniert. Johnny Cash hat im Laufe seines Lebens etwa 500 Songs geschrieben, hat mehr als 53 Mio. Tonträger verkauft.
Er wurde sowohl zu Lebzeiten als auch posthum mit den bedeutendsten Preisen und Ehrungen der Musikindustrie, darunter allein mit 15 Grammy Awards, ausgezeichnet.
Gut 30 seiner schönsten Titel, darunter "Walk the Line", "Ring of Fire", "Jackson" oder "There ain't no Grave" bilden die Grundlage für diesen Theaterabend, bei dem neben den beiden Protagonisten auch vier Live-Musiker auf der Bühne stehen.
Cash war aber immer mehr als "nur" Musiker: Seine Songs atmen bis heute den Geist der Rebellion, des Unangepasstseins, des Widerstands. Er spielte vor den Häftlingen des Folsom Prison und in St. Quentin, Songs für die Armen und Hoffnungslosen dieser Welt.
Als Johnny Cash ist Gunter Gabriel zu erleben, und dies ist keine zufällige Wahl: Zu der Countrymusiklegende Cash hatte Gabriel – einer der erfolgreichsten Country- und Schlagersänger und Songschreiber Deutschlands – eine besondere, eine freundschaftliche Beziehung.
Gabriel war mehrmals in Cashs Domizil in den USA zu Gast, nahm in Cashs Studio in Hendersonville/Tennessee Songs von Cash auf und trat auch gemeinsam mit diesem auf. Die Freundschaft hielt bis zu Johnny Cashs Tod 2003.
In Helen Schneider hat Gunter Gabriel eine ebenbürtige Bühnenpartnerin gefunden. Zu Starruhm kam die international erfolgreiche gebürtige New Yorkerin durch eine Tournee mit Udo Lindenberg, doch längst ist ihr Name zum Markenzeichen geworden; als Musical-Darstellerin, engagierte Interpretin anspruchsvoller Songs und überzeugende Schauspielerin wurde sie weltberühmt.
Vier Live-Musiker, darunter der musikalische Leiter der Produktion, Harry Ermer, stehen neben den beiden Stars auf der Bühne. Das Konzept stammt von Horst-H. Filohn, Buch und Regie von Volker Kühn; für die Ausstattung zeichnet Herbert Schäfer verantwortlich. Diese Produktion ist eine Übernahme vom Renaissance Theater Berl
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