Das London Philharmonic Orchestra gehört mit den Philharmonikern von Berlin, New York und Wien zu den besten Klangkörpern überhaupt. Dieses Weltklasseorchester ist heute Abend zum ersten Mal in Heidelberg zu erleben.
Um 20 Uhr spielt es in der Stadthalle im Rahmen des „Heidelberger Frühling“, in dessen Programm das Konzert ohne Übertreibung als sinfonischer Höhepunkt bezeichnet werden kann.
Besetzt mit 80 Musikern, ist das Orchester wie geschaffen für die Fülle an Klangfarben in Hector Berlioz' „Symphonie fantastique“, die die Londoner im Gepäck haben .
Das Werk beschreibt den hoffnungslosen Fall des unglückseligen fiktiven Künstlers, den Berlioz vor lauter Liebessehnen zur Hölle fahren lässt. Diese programmatische Sinfonie des französischen Komponisten, die das Delirium eines durch Drogen berauschten Künstlers mit lauter Klischees der romantischen Literatur vom Schäferstündchen bis zum Hexensabbat verbindet, war ein Meilenstein in der Entwicklung der Gattung.
Und unter der Leitung des kanadischen Shooting-Stars Yannick Nézet-Séguin wird das Orchester diesem Werk gewiss hochdramatische Züge abzugewinnen wissen (Konzerteinführung zu diesem Werk um 19 Uhr).
Nicht weniger dramatisch, wenn auch nicht programmatisch untermauert, ist Beethovens Fünftes Klavierkonzert Es-Dur op. 73, bei dem vor der Pause Lars Vogt als Solist zu erleben ist.
Beethoven und Brahms stehen im Zentrum von Vogts Repertoire. Er liebe sie wegen ihrer Leidenschaftlichkeit, sagte der erfolgreichste deutschsprachige Pianist der Gegenwart einmal im Interview, die zwar von strengen Formen gebändigt würde, aber dann umso wilder hervorbräche.
Für den von der Athenaeum-Stiftung geförderten Abend gibt es noch Restkarten in den ersten drei Preiskategorien. Erhältlich sind sie an den bekannten Vorverkaufsstellen, unter Tel. 06221 – 584 00 44 und ab 18.45 Uhr an der Abendkasse.
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