Am Ende gab es nur zufriedene Gesichter: Die Organisatoren der 19. Größten Straßenmodenschau der Welt haben am Sonntagabend ein positives Fazit gezogen. Über 100 Models, Modeschaffende, der Einzelhandel, Sänger, Tänzer und Musikbands haben am Wochenende die Krefelder Innenstadt zu einem einzigen Laufsteg gemacht.
Rund 500 000 Besucher – und damit ähnlich viele, wie im vergangenen Jahr – kamen nach Krefeld. Ein Blick in die Parkhäuser und auf die Parkplätze verriet, dass das komplette Rheinland, das Ruhrgebiet und auch viele Niederländer in die Samt- und Seidenstadt gekommen waren.
Trotz der Menschenmassen gab es im Zusammenspiel mit Polizei, Verkehrswacht und Sicherheitsdiensten keine Probleme. Zwischenfälle wurden nicht bekannt.
Wie so oft hatten die Macher Glück mit dem Wetter. Zwar war es herbstlich-frisch, doch bis auf wenige Tröpfchen blieb es durchgehend trocken. Auch deswegen füllten sich beim verkaufsoffenen Sonntag die Geschäfte in besonderem Maße.
„Das Wetter hat uns Einzelhändlern natürlich in die Tasche gespielt“, sagte Jörg Pastoors, Geschäftsführer von Galeria Kaufhof. Ungewohnt, aber keineswegs ungewollt, war der Umstand, dass viele Zuschauer das Gesehene direkt kaufen wollten.
„Wir haben gespürt, dass Teile, die wir gerade erst auf der Modebühne am Neumarkt gezeigt hatten, so gut ankamen, dass sie direkt im Kaufhof gekauft wurden“, so Pastoors.
Er, aber auch das Stadtmarketing der Stadt Krefeld, sprachen von einer tollen Atmosphäre in der kompletten Innenstadt. „Ich habe das Gefühl, dass dafür dieser außerordentlich sympathische Preisträger der Goldenen Seidenschleife, das Modelabel Marc Cain, mitverantwortlich war.
Mit seiner Show hat er immer für wieder ein fröhliches Flair gesorgt“, sagte Ulrich Cloos, Fachbereichsleiter Stadtmarketing. Je näher der Abend rückte, desto fröhlicher wurde es: Vor den
Bühnen wurde zu Rockmusik getanzt, Michael Jackson-Doubles erinnerten an den „King of Pop“ und Discotöne verzauberten die City. An der Alten Kirche wurde es bei Wunderkerzenschein gar romantisch. „Alles war entspannt, relaxed – ein grandioser Abend beendete einen tollen Tag“, so Cloos.
Auch Gerd Müller-Thomkins, Geschäftsführer des Deutschen Mode Instituts, war voll des Lobes.
„Einfach wunderbar. Die Straßenmodenschau ist Mode und Festival zugleich. Ein Festival der Freude.“ Er hob noch einmal Marc Cain hervor – und verwies auf eine Besonderheit im Zusammenhang mit dem Inhaber und Geschäftsführer des Mode-Labels, Helmut Schlotterer:
„Normalerweise gibt er nichts aus der Hand, überlässt nichts dem Zufall, da er alles perfekt haben möchte. Dass er der Stadt Krefeld für ein Wochenende sein Unternehmen quasi an die Hand gibt, sagt viel über die Wertigkeit dieser Veranstaltung aus.“
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