Große Kämpfe, berühmte Siege: Gilgamesch und sein Freund, der wilde Enkidu, sind gefeierte Helden im alten Uruk. Doch als Göttin Ishtar den König als gefügigen Liebhaber sehen will, verweigert sich Gilgamesch und tötet im Kampf ihren Himmelsstier.
Zur Strafe muss Enkidu sterben. Gilgamesch, tief getroffen, verlangt klagend die Unsterblichkeit. Doch die Geschichte des gebrochenen Helden endet nicht im Reich der Seligen, sondern im tatkräftigen Einsatz für ein menschenwürdiges Leben in seiner Stadt.
Was vor 5000 Jahren in der sumerischen Stadt Uruk geschah, ist uns als erstes Epos der Menschheitsgeschichte auf Tontafeln überliefert. Die Geschichte des Helden Gilgamesch bildet eine ideale Vorlage für die Auseinandersetzung mit dem städtischen Leben, damals in Uruk und heute hier.
Über hundert Bürger der Stadt Wiesbaden, die mit Unterstützung von Künstlern des Staatstheaters ein Jahr lang erfunden, getextet und komponiert haben, haben sich mit dem Epos befasst und Parallelen zu ihrem Alltag gezogen.
70 Librettisten erstellten in einer dreimonatigen Libretto-Werkstatt 2009 den Text, in dem das heutige Wiesbaden auf die Stadt von damals blickt. Komponiert wurde das Libretto von 50 Komponisten unter der Leitung von Cornelius Hummel und Ernst August Klötzke. Entstanden sind beachtliche 181 Partiturseiten und eine Oper von 90 Minuten Spieldauer.
Aber die Beteiligung der Bürger der Stadt beschränkt sich nicht allein auf die Entstehung der Oper. Regisseurin und Projektleiterin Priska Janssens bringt in dieser Oper, die als grundlegendes Partizipationsprojekt konzipiert ist, auch Menschen auf die Bühne, und zwar solche, die man dort nicht erwarten würde.
Junge, Alte, Schüler, Angestellte, Arbeitslose, Menschen mit und ohne Behinderung begeben sich auf die Suche nach den eigenen Ausdrucksmöglichkeiten, finden gemeinsam mit Profis des Theaters ihren ureigenen Zugang zum Stoff, reflektieren das Zusammenleben in ihrer Stadt und entwickeln dabei ihre individuelle Darstellungsweise.
Die intensiven Proben mit den rund 100 Laiendarstellern, die spielen, tanzen und sprechen, begannen im September 2010.
Gemeinsam mit Erik Biegel, Reinhold Schreyer-Morlock und Alma Delon sowie Wolfgang Vater aus dem Opernensemble, dem Opernchor und dem Orchester des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden kommt so nach Parzival, Semiramis, Wolkenkuckucksheim, move@school und Heldenleben ein weiteres spannendes Projekt der Bürgerbeteiligung auf die Bühne.
Für die Ausstattung erarbeitete die Grafikklasse der Friedrich List Schule mit Unterstützung von Bühnenbildner Manfred Bastian Zeichnungen für die Bühnenausstattun
| Musikalische Leitung | Wolfgang Ott |
| Inszenierung | Priska Janssens |
| Choreografie | Pavel Mikulastik |
| Bühne und Kostüme | Manfred Bastian |
| Choreinstudierung | Anton Tremmel |
| Dramaturgie | Priska Janssens |
| Karin Dietrich | |
| Mit: | |
| Gilgamesch | Reinhold Schreyer-Morlock |
| Enkidu | Erik Biegel |
| Ninsun | Alma De Lon |
| Utnapishti | Wolfgang Vater |
| ca. 150 Bürger der Stadt Wiesbaden | |
| Orchester und Chor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden |
Uraufführung
Komposition und Libretto von Wiesbadener Bürgerinnen und Bürgern mit Unterstützung von Cornelius Hummel und Ernst August Klötzke (Komposition) sowie Bodo Busse und Priska Janssens (Libretto)
Eine Kooperation des Staatstheaters Wiesbaden mit dem Amt für Soziale Arbeit
Mit freundlicher Unterstützung durch die Paul-Strecker-Stiftung und den Fonds Soziokultur
Premiere
Freitag, den 10.06.2011, 19.00 Uhr
Großes Haus
Samstag, den 11.06.2011, 19.00 Uhr
Hessisches Staatstheater Wiesbaden Pressereferat Christian-Zais-Str. 3 65189 Wiesbaden Ansprechpartner: Andrea Bartsch Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Fon +49 (0)611-132 329 Fax +49 (0)611-132 307 pressereferat@staatstheater-wiesbaden.de Martin Kaufhold Theaterfotograf Fon +49 (0)611-132 413 m.kaufhold@staatstheater-wiesbaden.de

