Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V schreibt, wenn in Australien demnächst die Nutzerzahlen bei Pornhub & Co. sinken liegt das an der Gesichtserkennung.
Lieber Herr Böhmer,
zwei Branchen bewegen heute unsere Leserinnen und Leser besonders: Die Geschäftsbereiche Porno und Mopro.
Beginnen wir mit den Molkereigütern: Edeka ersetzt Plastik durch Silikon. Nachdem der Handelsverbund bereits seine Gurken ausgezogen hat, sind nun die Eigenmarkenmilchprodukteartikel dran. Zum Beispiel Joghurt.
Bislang schützt den Becherinhalt nicht nur eine versiegelnde Folie, sondern zusätzlich ein Plastikdeckel. Der wandert praktisch immer in den Müll. Das ist nicht nachhaltig. Deshalb bieten Edeka- und Netto-Märkte ab November stattdessen wiederverwendbare Deckel aus Silikon an.
Kommen wir nun zur Porno-Branche. Australien denkt über eine Gesichtserkennung von Nutzern nach . Das australische Innenministerium will damit sicherstellen, dass Minderjährige keine Fickfilme im Internet schauen können.
Dafür sollen die Gesichter der Pornonutzwilligen mit Fotos von offiziellen Dokumenten wie Pässen oder Führerscheinen abgeglichen werden, die in einer staatlichen Datenbank hinterlegt sind.
Dieser Gedanke, der wie eine Mischung aus Stasi und FSK klingt, stößt bei Datenschützern auf Widerstand. Menschen sollten sich Sorgen über jede Behörde machen, die diese Art von Information speichern will, kommentiert der südaustralische Anwalt und Senator Rex Patrick.
Das ist das Gute an unserer europäischen DSGVO. Wer sich damit auseinandergesetzt hat, der kommt gar nicht erst auf solche Gedanken.
Schönen Abend noch!
Rolf Schröter


Australien will Nutzer erst nach einer Gesichtserkennung auf Pornoseiten zugreifen lassen. Foto: Pornhub



