Das was Under Byen aus Dänemark seit 15 Jahren kreieren klingt wundersam und geheimnisvoll. Die 7-köpfige Band spielt unorthodoxe Kompositionen in denen immer diese skandinavische Ruhe und Melancholie mitschwingt, ohne jemals im schwülstigen Amalgam der grossen Schar von zumeist schwedischen und isländischen Vertretern einer neuen nordischen Popmusik - die mit Sigur Ros ihren Lauf nahm und sich irgendwann in eine Sackgasse manövrierte - zu geraten. Die Wurzeln ihrer Lieder entstammen der klassischen Musik und der dänischen Folklore, tragend sind klassische Instrumente (Cello, Violine) und die aufwühlenden Stimme der Sängerin Henriette Sennevaldt. Brisanz wird ihren dänisch gesungenen Stücken von Gitarre, Bass und gleich zwei Schlagzeugern verliehen. Am besten drückt es wohl die US Radiostation KEXP aus: «If you’re a fan of Sigur Ros, Björk, late Talk Talk, the experimental side of Radiohead, the meditative hypnosis of Godspeed! You Black Emperor and the moodiness of Portishead, then you need to see Under Byen».
Im Vorprogramm spielt die seit 1991 existierende Bieler Band Ad'Absurdum. Ihr Einflüsse lesen sich wie das who-is-who der bewusstseinserweiternden Musik der letzten 40 Jahre - von Hawkwind und Pink Floyd bis zu Motorpsycho und, auch hier, Godspeed You! Black Emperor. Genauso spannen ihre ausschweifenden Instrumentalstücke auch den Bogen von Spät- 60er-Psychedelia über 70er-Krautrock bis zum zeitgemässen Verwandten Post Rock, jedoch nicht in der geschliffen-kultivierten Variante von Tortoise sondern roh und verkifft.
Am 18.2. um 21 Uhr in der Dampfzentrale Bern www.dampfzentrale.ch
Am 19.2. um 20.30 Uhr im Moods Zürich www.moods.ch
Links:
www.underbyen.dk
www.myspace.com/underbyen
www.myspace.com/adabsurdum1

