Gesellschaft Freunde der Künste

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Theater Biel Solothurn

Gegen den Fortschritt Schweizer Erstaufführung

«Ich kann nicht glauben, dass du den Sinn des Lebens nicht kennst; du hast doch Wirtschaft studiert. »

Stellen Sie sich vor, Sie kommen eines Tages in Ihr Wohnzimmer und in der Ecke steht ein riesiger Apfel. So gross, dass er bis zur Decke reicht. Stellen Sie sich vor, Ihr bester Freund erfindet eine neue Religion, in der er selbst Gott ist. Er sucht noch einen Teufel. Sie kommen wie gerufen. Oder stellen Sie sich vor, Sie seien verliebt und frisch verheiratet. Und jetzt läuft der Heiratsvertrag aus. So sehr Sie auch leiden – der Vertrag ist verfallen, die Trennung endgültig. Sie hätten halt einen länger dauernden Vertrag abschliessen sollen!

Was die Figuren in «Gegen den Fortschritt» erleben, scheint auf den ersten Blick völlig undenkbar. Erst im Nachhinein lässt sich merken, wie viel Alltag in den sieben szenischen Miniaturen steckt. Und welche existenzielle Dimension sie enthalten.

Komik und Tod, Humor und Schrecken laufen Hand in Hand durch Esteve Solers Stück. Es sind Szenen wie kurze Märchen: absurd, phantastisch, archetypisch. Der katalanische Autor reisst mit fast comichaften Mitteln die Oberflächen der Gegenwart auf. «Gegen den Fortschritt» ist ein intelligenter Abgesang auf Turbokapitalismus, Sektenmentalität und Sozialdarwinismus.

Esteve Soler wurde 1976 in Katalonien geboren und lebt in Barcelona. Sein «Gegen den Fortschritt » wurde zum Stückemarkt des Theatertreffens Berlin 2008 eingeladen. Das Regieteam, bestehend aus dem Ensemblemitglied Max Merker und dem Bühnenbildner Martin Dolnik, hat bereits in der letzten Spielzeit sehr erfolgreich bei «Parzival (Raubkopie)» zusammengearbeitet. Sie richten «Gegen den Fortschritt» als Schweizer Erstaufführung ein.

Premiere

Solothurn:      Freitag, 7. Mai, 19.30 Uhr, Stadttheater

Biel:                Dienstag, 18. Mai, 19.30 Uhr, Stadttheater

Besetzung

Inszenierung                                      Max Merker

Bühnenbild und Kostüme                  Martin Dolnik

Dramaturgie                                      Silvie von Kaenel

Aufführungen bis zum 16.6.2010

Kontakt

Beat Glur

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