Henning Scherf, SPD-Politiker und Präsident des Deutschen Chorverbandes (DCV), wünscht sich, dass sich in Frankfurt auch möglichst viele Migranten am 2. Deutschen Chorfest beteiligen: „Wir sind nah beieinander. Die Musik bringt uns zusammen und jeder hat etwas dazu beizutragen.
Frankfurt kann trotz Hochhäusern und trotz Finanzkrise singen und glücklich sein“, sagte der frühere Bremer Oberbürgermeister in hr2-kultur. Mit Beginn des Chortreffens soll ganz Frankfurt, so Scherf, im Zeichen der Chormusik stehen:
„Wir wollen auf den Plätzen singen, wir wollen am Römer, am Kaiserlei und im Dom singen, wir wollen in der Alten Oper singen, in der Jahrhunderthalle, aber natürlich auch am Mainufer. Wir wollen in die Kirchen und die Altersheime.“
Dass Frankfurt den Zuschlag für das Chorfest unter mehreren Konkurrenten erhalten hat, ist für Henning Scherf vor allem ein Verdienst von Petra Roth: „Die Oberbürgermeisterin war vom ersten Augenblick an begeistert. Wir haben uns sofort verstanden, und sie hat gespürt, da kommt was ganz Wunderbares, was dieser Geschäfts-und Bankenstadt gut tut.“
Henning Scherf, geb. 1938, war lange Jahre Bildungs- und Justizsenator und von 1995 bis 2005 Bürgermeister von Bremen. Heute lebt der Buchautor („Grau ist bunt“) mit seiner Frau in einer Wohngemeinschaft in Bremen.
Das Eröffnungskonzert des Deutschen Chorfests 2012 mit dem RIAS Kammerchor überträgt hr2-kultur am Donnerstag, 7. Juni, ab 20.05 Uhr live aus der Alten Oper Frankfurt.


Henning Scherf