Ist ein Dialog von Bildern des Surrealen, des Informel vonheute mit der Inneren Emigration von früher möglich? Sprechen Bilder über die Zeiten hinweg eine gemeinsame Sprache? Einen Generationenbezug dieser Malerei im Südwesten macht die Ausstellung „Sichtbarwerden“ deutlich.
Sie setzt die Innere Emigration des Freiburger Künstlers Rudolf Riester (1904-1999) in Beziehung zu sechs jungen Künstlerinnen und Künstlern. Susanne Runge, Initiatorin und teilnehmende Malerin, ging beim Ausstellungskonzept von Riesters künstlerischer Haltung aus:
„Unsere Ausdrucksform ist humaner als die desExpressionismus ... Sehen Sie Bissier: Er hat Form und die Form ist vom Menschlichen getragen, von der Beziehung zu Mensch und Ding.“Entsprechend ist alles in der Ausstellung Gezeigte von der persönlichen Spur wie von der gesehenen Wirklichkeit geprägt und lässt historisch-verwandte Bildsprachen„sichtbarwerden“.
Das wird besonders deutlich durch diewandfüllende Hängung, welche die sieben künstlerischen Aussagen unmittelbar nebeneinander setzt. In der Begegnung der Arbeiten wird das Direkte, Gestische und Abstrakte dieser Malerei deutlich, das aus dem subjektiven Erkennen der Wirklichkeit entsteht.
Sinnliche Bezüge und verschiedene Techniken wie Handschriften kreisen um die abstrakte Bildsprache. So hat man in der Ausstellung die Möglichkeit die bildnerischen Inhalte im Zusammenhang zu betrachtenund zu entschlüsseln.
Gezeigt werden Werke von Klaus2 Hietkamp, Maria Jasper, Mirabelle Korfsmeier, Irina Lozinskaia, Rudolf Riester, Susanne Runge und Karl Streicher.
Udo Eichmeier, stellvertretender Kulturamtsleiter, eröffnet die Ausstellung „Sichtbarwerden“ am Freitag, 26. März, um 19 Uhr im Kunsthaus L 6, Lameystraße 6.
Zur Einführung spricht die Kunsthistorikerin Margarita Jonietz. Die Ausstellung läuft bis zum 30. Mai und ist donnerstags und freitags von 16 bis 19 Uhr sowie samstags und sonntags von11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
WeitereInformationen gibt es im Internet unterwww.freiburg.de/kunsthausL6
Bilddatei: Ausstellung „Sichtbarwerden“, Beispiel der Hängung (Foto/Montage: Susanne Runge) hr Ansprechpartner im Presse- und Öffentlichkeitsreferat:
Christoph Jessen, Telefon 0761/201-1320E-Mail: christoph.jessen@stadt.freiburg.de

