Gesellschaft Freunde der Künste

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„Junctures I: Frankfurt“ - ein aktuelles Künstlerprojekt

Frankfurter Kunstverein - Künstlerprojekt von Christian de Lutz im Rahmen des Deutsche Börse Residency Program

Bis Ende April arbeitet der Künstler Christian de Lutz im Rahmen seines Aufenthaltes im „Deutsche Börse Residency ProgramVersion“ im Frankfurter Kunstverein an seinem Projekt „Junctures I: Frankfurt“. Am Dienstag, den 6. April um 19 Uhr, stellt de Lutz in einem Künstlergespräch das Projekt vor und erläutert seine Vorgehensweise im Kontext vergangener Arbeiten.

Im Rahmen seiner künstlerischen und fotografischen Arbeit erforscht Christian de Lutz die Auswirkungen von Migration und Information auf die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts. Er interessiert sich dabei besonders für die Art und Weise, in der Technik die Sicht auf die uns umgebende Welt verändert.

Während seines Aufenthaltes in Frankfurt arbeitet de Lutz an seinem Projekt „Junctures I: Frankfurt“. Er untersucht hier die Wahrnehmung von Personen, für die die Stadt Frankfurt zum Ort des Durchgangs oder der Migration geworden ist.

Auf der Basis von Interviews lässt er seine Gesprächspartner, die aus unterschiedlichen sozialen und kulturellen Kontexten stammen, zu Wort kommen. Die Interviews werden mittels Videoaufnahme oder Tonträger festgehalten.

Dabei handelt es sich aber nicht ausschließlich um eine Dokumentation, sondern es soll auch ein abstrakter Blick auf die gesammelten Informationen gerichtet werden. Hierbei bedient sich der Künstler Strategien des „mapping“ und der soziologischen Analyse, wie des Verfolgens virtueller Netzwerke.

Idee des Projekts ist eine Art „Migrationskollage“ zu erstellen, die sowohl die von den interviewten Personen tagtäglich in Frankfurt frequentierten Orte, als auch die nicht frequentierten Ort als „heiße“ und „kalte“ Punkte auf einer Karte visualisieren.

Auf diese Weise möchte Christian de Lutz die im Zentrum des Projekts stehende Serie von Interviews und „mappings“ nutzen, um die Position Frankfurts als Basis für internationalen Finanzfluss und Handel sowie Kultur zu erforschen.

„Junctures 1: Frankfurt“ ist der erste Teil einer Reihe weiterer Untersuchungen, die in anderen Städten wie New York, London und Shanghai fortgesetzt wird und in einer umfangreichen Installation aus Video-, Tonarbeiten und Digitaldrucken münden soll.

Der Amerikaner Christian de Lutz (*1965, New York) studierte in den 1980er Jahren Kunst und Germanistik an der New York University, New York, USA. Er arbeitete bereits als Künstler und Fotojournalist, bevor er 1998 nach Berlin zog.

Für seine Arbeiten, häufig eine Mischung aus Fotografie, computerbasierten Effekten und Video, schöpft de Lutz aus seinem Fotoarchiv der letzten 15 Jahre. „Die ursprünglich analogen Fotografien bearbeitet er mit digitalen Bildprogrammen, nimmt dabei Bildinformationen weg und fügt neue hinzu.

In den letzten sieben Jahren arbeitet der Künstler verstärkt an der Schnittstelle von Bild und Text: Die digitale Montage von Fotobildern und Quelltexten oder algorithmischen Texten lassen seine Bilder zu einer palimpsestartigen Schichtung bildhafter und literaler Zeichen werden.“ (aus: Regine Rapp, Christian de Lutz: Ekphrasis.

Fotografie zwischen Malerei und Montage. Berlin 2007) 2006 hat de Lutz den Kunstprojektraum Art Laboratory Berlin mitbegründet und ist dort seitdem als Ko-Direktor und Kurator tätig.

Das „Deutsche Börse Residency Program“ ist eine Initiative des Frankfurter Kunstvereins, die dank der Unterstützung der Gruppe Deutsche Börse umgesetzt werden konnte. Im zweiten Stock des Frankfurter Kunstvereins gelegen, bietet die Residenz ein Appartement als Wohn- und Produktionsstätte für internationale KünstlerInnen, KuratorInnen und KunstvermittlerInnen.

Sie dient der Integration der Residenzgäste in das Programm des Kunstvereins und in das kulturelle Leben der Stadt Frankfurt im Allgemeinen. Kultureller Austausch, künstlerische Produktion und Bildung stehen im Zentrum dieser Initiative.

Das „Deutsche Börse Residency Program“ wird gefördert durch:
Deutsche Börse Group


Künstlergespräch mit Christian de Lutz
Termin/Uhrzeit: Dienstag, 6. April 2010, 19 Uhr
Ort: Café im Kunstverein
Eintritt frei
Das Künstlergespräch wird in englischer Sprache gehalten.

PRESSE: Julia Wittwer (Leitung), Christine Sturm (Assistenz i.V.)
Frankfurter Kunstverein, Steinernes Haus am Römerberg,
Markt 44, 60311 Frankfurt am Main
Tel.: +49.69.219314-30 /-40, Fax: +49.69.219314-11
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